Archiv der Kategorie 'Politik'

Veranstaltungshinweis


Auf Einladung des Zeckensalon und von St.Pauli Roar ist Ralf Heck, Blogger und Autor von „Zwischen Eigentor und Aufstand. Ultras in den gegenwärtigen Revolten“ in der Zeitschrift Kosmoprolet, am kommenden Donnerstag, dem 17. November um 19:30 Uhr zu Gast in den Fanräumen.

Infos:
footballuprising
Zeckensalon
St. Pauli Roar
Rezension von „Zwischen Eigentor und Aufstand. Ultras in den gegenwärtigen Revolten“ bei Zeckenbiss online

Azadi Deniz Naki

Beim Heimspiel gegen Wismut Aue hing erstmals unser Aktionsbanner „Azadi Deniz Naki“ am Zaun der Nordkurve. Der wegen angeblicher Terrorpropaganda angeklagte ehemalige Spieler unseres Vereins steht für uns stellvertretend für alle von der türkischen „Justiz“ und „Regierung“ Verfolgten und Angeklagten – seien es Journalist*innen, Politiker*innen oder in den kurdischen Gebieten lebende Menschen.

Danke fürs Foto.

Mehr Pyro! Mehr Riots!

Gepflegtes Kragenplatzen bei Zeckenbiss online anlässlich Äußerungen von Deutscher Polizeigewerkschaft und RB Leipzig-Vorstand.

„Fankultur und Rechtsextremismus nicht vereinbar“

ProFans - OHNE UNS KEIN KICK!

Pressemitteilung

ProFans hat erfahren, dass es in Berlin im Zuge der Wahlen zum Abgeordnetenhaus erneut Plakate der rechtsextremen NPD gibt, mit denen die nationalistische Partei versucht, sich durch das Thema „Fankultur“ bei Fußballfans zu profilieren. Auf dem Plakat steht wörtlich „Pyrotechnik nicht kriminalisieren“ und „Fankultur erhalten“. Die NPD greift damit grundsätzliche Forderungen und Formulierungen der Arbeit von ProFans und weiteren fanpolitisch aktiven Organisationen und Gruppen auf.

Das deutliche Erstarken des Rechtsextremismus und Rechtspopulismus in der Gesellschaft ist sehr besorgniserregend und gefährlich. Alle Teile der Gesellschaft sind daher aufgerufen, in ihren Bereichen Widerstand zu leisten und Weltoffenheit, Mitmenschlichkeit und Toleranz zu verteidigen.
Der Wirkungsbereich von ProFans sind die Fußballstadien des Landes. Hier sind die Fans aufgerufen, sich gegen Rechtsextremismus und -populismus zu positionieren und engagieren.

Offenbar versucht die NPD erneut nicht nur rassistische Fußballfans für ihre Partei zu gewinnen, sondern auch bei Fans, die sich als „unpolitisch“ bezeichnen, Sympathisanten zu gewinnen. Während andere Parteien Fußballfans hauptsächlich als Sicherheitsrisiko behandeln und nutzen, wählt die NPD bewusst Slogans der aktiven Fanszene und Ultràbewegung. ProFans-Sprecher Jakob Falk: „Wir betonen unablässig, dass Rechtsextremismus mit unserer Fankultur nicht vereinbar ist. Nazis und Rassisten sind Feinde unserer aktiven, kritischen, lautstarken und bunten Fankultur. Wer rechts wählt,wählt gegen unsere Fankultur.“

Es ist zu vermuten, dass die NPD im Wahlkampf auch wieder vor Stadien auftauchen und ihre ideologischen Flyer verteilen wird. „Alle Fußballfans sind aufgerufen, sich gegen diese Einmischung von rechts in die Fankultur zu wehren. Lasst Euch nicht blenden! Entsprechende Versuche der Nazis vor den Stadiontoren müssen verhindert werden“, sagt Sig Zelt, Pressesprecher von ProFans.

ProFans ruft zur Solidarität mit allen antirassistisch engagierten Fußballfans auf. An vielen Standorten gibt es aktive Gruppen und Projekte, die sich gegen Diskriminierung einsetzen und sich z.B. um die Unterstützung von geflüchteten Menschen bemühen. „Die bestehenden antirassistischen Strukturen und Gruppen müssen dringend gestärkt werden. Aktive Fans in den Stadien dürfen mit ihrem Engagement nicht allein gelassen werden. Sie müssen gegen Angriffe von rechts geschützt werden und brauchen mehr Handlungsspielräume. Die Verantwortlichen der Verbände, Vereine, der Polizei und Politik sollten bedenken, dass viele der bestehenden Repressionen gegen Fußballfans auch ihr antirassistisches Engagement stark beeinträchtigen“, sagt Jakob Falk.

Für ProFans gilt bei diesem Thema nur ein Motto:

Kein Fußball den Rassisten!

ProFans im August 2016

Neues vom Social World Cup 2018!

Angesichts der in wenigen Wochen startenden EM in Frankreich sowie vor dem Hintergrund der ganzen unsauberen Machenschaften unserer angeblich so gemeinnützigen Verbände macht es umso mehr Sinn und auch Spaß, ein nicht kommerzielles, antidiskriminierendes und internationales Turnier wie den Social World Cup 2018 zu unterstützen – also teilt, „liked“ und spendet!

SWC-Crowdfunding
SWC bei FB
SWC-Homepage

ProFans fordert Aufhebung der Allgemeinverfügung gegen Fans der SG Eintracht Frankfurt

ProFans - OHNE UNS KEIN KICK!

Pressemitteilung

ProFans fordert die Aufhebung der Allgemeinverfügung gegen Fans der SG Eintracht Frankfurt

Das Bündnis ProFans kritisiert die im Vorfeld der Begegnung SV Darmstadt 98 – SG Eintracht Frankfurt angekündigte Allgemeinverfügung aufs Schärfste und stellt die Rechtmäßigkeit dieser völlig überzogenen Maßnahme in Frage. Eine Allgemeinverfügung, welche die Rechte einer ganzen Fangemeinschaft im Kollektiv beschneidet, kann niemals im Sinne rechtsstaatlicher Prinzipien erlassen werden. Abgesehen davon, dass einzelne Aufenthaltsverbote ohnehin schon als fragwürdig betrachtet werden können, stellt diese erweiterte Form, eine ganze Gemeinschaft von Gästefans in ihrer Freiheit einzuschränken, eine neue Repressionsstufe dar. Es drängt sich hierbei der Eindruck auf, dass die Einschränkung der grundrechtlich geschützten Bewegungsfreiheit gar nicht eigenständigen Sicherheitserwägungen folgt, sondern in Wahrheit vielmehr das vom DFB verfolgte Prinzip der Kollektivbestrafung durchsetzen soll: Nach der Bestrafung des Deutschen Fußball-Bundes, wonach die Frankfurter Fans am Samstag bei ihrem Auswärtsspiel in Darmstadt den Gästeblock nicht betreten dürfen, berufen sich die Verfechter dieser Allgemeinverfügung auf genau dieses vom Verband gefällte zweifelhafte Urteil.

Nun dürfen Eintracht-Fans noch nicht einmal nach Darmstadt reisen bzw. sich in der Stadt aufhalten. Schon die bloße Durchfahrt mit einem Eisenbahnzug etwa von Heidelberg nach Frankfurt wird durch die Verfügung grundsätzlich untersagt. Sowohl die Definition des betroffenen Personenkreises als auch der möglichen Ausnahmen ist derart unscharf gehalten, dass sie willkürlichen Entscheidungen Tür und Tor öffnet. Es bleibt gar eine Frage der Auslegung, ob nicht auch die Spieler des Gastvereins unter das Aufenthaltsverbot fallen. Die Begründung der Allgemeinverfügung lässt außerdem vermuten, dass diese absichtlich und ohne sachlichen Grund derartig kurzfristig erlassen wurde, nur um zu verhindern, dass etwaige erfolgreiche Klagen dagegen noch vor dem Spieltag rechtswirksam werden können.

„Die Stadt Darmstadt sanktioniert mit der Verfügung eine Personengruppe von sechsstelliger Zahl, nicht nur ihrer freien Meinungsäußerung, sondern allein schon ihrer Gesinnung wegen, indem sie das Recht des Aufenthalts im Stadtgebiet davon abhängig macht, welchem Fußballverein man zuneigt. Dieser Eingriff in die grundgesetzlich geschützte Meinungsfreiheit ist skandalös“, kritisiert ProFans-Sprecher Sig Zelt. Bereits im Vorfeld des Gastspieles von Hertha BSC hatten die Darmstädter Behörden deutlich erkennen lassen, dass Gästefans – ohne Rücksicht auf ihr persönliches Verhalten – in der Stadt nicht willkommen sind. „Traurig,“ so Sig Zelt weiter, „dass DFB und DFL, obwohl sie sich öffentlich einer Willkommenskultur für Gästefans verschreiben, hier offenbar keinen Anlass sehen, sich auf die Seite der pauschal diskriminierten Fans zu stellen.“

„Wir haben den Eindruck, dass die Einschränkung von Bewegungsfreiheit den Behörden zunehmend als das probateste Mittel erscheint, um in ihren Augen für Ruhe und Ordnung zu sorgen“, bemerkt ProFans-Sprecherin Gabriele Mateika und verweist in dem Zusammenhang auf die zuletzt immer häufigeren Fälle, bei denen Gruppen von Fans wegen in die Länge gezogener Kontrollen deutlich später ins Stadion gelangten oder mit fadenscheinigen Begründungen zurückgeschickt wurden und das Spiel vor Ort nicht sehen konnten.

Angesichts dieser Entwicklungen wirken verbandsinterne Dialogangebote an die Fans oder von Politikern ausgerufene „Fußballgipfel“ wie pure Heuchelei. Dazu ProFans-Sprecher Nicolai Mäurer: „Aus welchem Grund sollten wir uns wieder mit den Verbänden oder gar den Behörden an einen Tisch setzen, wenn den Verantwortlichen nichts Besseres einfällt, als sich hinter der Ausrede von den Sachzwängen zu verschanzen und sie uns an jedem Spieltag mit neuen Repressionen in den Rücken fallen und versuchen, die Fans gegeneinander aufzuhetzen?“

ProFans im April 2016

Social World Cup 2018

Auch wer dem Event namens „Fifa World Cup“ aufgrund von Nationalismus, politischer Unterdrückung und finanzieller Misswirtschaft nicht ohnehin schon länger kritisch bis ablehnend gegenübersteht, müsste spätestens durch die aktuellen Informationen des Freshfields Report endgültig die Nase voll haben und zum EM/WM-Verweigerer werden.

Nun sind wir aber alle dem Fußball verfallen und viele von uns ohnehin schon sehr geübt darin, die Widersprüchlichkeiten im Zusammenhang mit der Zuneigung zu einem profitorientierten Unternehmen auszublenden. Deswegen heißt es alle 2 Jahre dann auch von jenen, die sich ansonsten sehr stark dafür machen, Fußball nicht von Politik zu trennen, in der Regel „Aber in 1. Linie geht es doch um Fußball!“
Pure Augenwischerei. Aber es ist in der Tat auch schwer standhaft zu bleiben, wenn über mehrere Wochen hinweg die EM oder WM das beherrschende Thema ist, dem weder in den Medien noch im TV noch im Kreis von Kolleg*innen/Familie oder Bekannten entronnen werden kann.

Was wir bräuchten, wäre eine Alternative zum Kommerzevent. Und die gibt es jetzt.
Setzen wir also alles daran, den Social World Cup 2018 zu einem Erfolg zu machen!

Freitag nach dem Heimspiel

Aber es läuft sehr viel schief, wenn sich eine Polizei in einem Viertel wie eine Besatzungsmacht aufführt.

Auch deshalb wünschen wir uns, dass sich nach dem Heimspiel gegen den SC Paderborn möglichst viele Fans des FC Sankt Pauli aus allen Teilen des Stadions dem Diffidati-Marsch durchs Viertel anschließen.

Ultrà und der internationale Frauentag

Ultrà ist immer noch in erster Linie männlich. Männlich dominiert und mehr oder weniger offen männlich hierarchisiert. Wer jetzt der Meinung ist, das treffe auf zig andere Szenen zu, aber nicht auf die eigene, die mit dem antidiskriminierenden und linken oder antifaschistischen Selbstverständnis, kann ja mal ganz ehrlich folgende Fragen beantworten:
Wie viele Frauen sind in der Gruppe aktiv? Welche Aufgaben übernehmen sie? Außer den für Frauen gängigen Jobs, wie Verkaufsstand und Spendensammeln? Wo sind Frauen bei Corteos und Gruppenfotos zu sehen? Werden Frauen beim Zünden mit einbezogen? Wie viele Frauen schwenken Fahnen oder trommeln? Und wie viele Frauen sitzen auf dem Zaun – sei es zum Jubeln und Pöbeln oder als Anstimmerin?

„Frauen sind erst dann erfolgreich, wenn niemand mehr überrascht ist, dass sie erfolgreich sind.“

Solidaritätswochenende mit Ahmedspor

The period we are going through and the geography we are living on is on the verge of quite remarkable developments. The increasing amount of violence has not only spread all over the Middle East but also been threatening Europe. In a very short period of time we all have found ourselves on the verge of a bloody war. And especially in the East of our country a fascist war has been increasing its violence day after day. The cities and towns are being surrounded by the military power of the government. The civilians are being murdered and forced to immigrate. The government is taking advantage of this turmoil with impunity to provoke the civil fascists. Each and every one of us in the West of the country, who dare to speak of peace and democracy are under duress. This fascistic environment is spreading over the football fields first through Amed FC and then to all Kurdish football teams. The supporters as well are being attacked by the police and taken into custody because of their chants in the stadiums. In consequence of this the football clubs are continuously punished with playing without spectators or are served with fine. On top of that the police raids the club premises, the football players who declare their opinions are held back from the fields.

The club itself and the supporters face all kinds of attacks by the police and the civil fascists during away games. In these days the most important agenda in Turkey is Peace and we need all kind of support. Accordingly we, as the anti-fascist supporter groups in Turkey want to make ourselves heard. For this purpose we have a joint declaration under the title “The Tribunes Demand Peace”.

With this joint declaration we intend to raise the solidarity with Amed FC and in consequence, make ourselves much more heard by expanding the anti-fascist mass. We would like to ask you to do the following:

1) You can declare the 5th and 6th of March as a solidarity weekend with Amed FC. Thus all anti-fascist supporter groups can organize solidarity events.

2) The groups can unfurl banners saying “In solidarity with Amed FC. Don’t kill children, let them go to games.” during home and away games. (The Amed FC supporters were taken into custody on the ground of chanting this phrase.) If the groups can’t do this on away games that weekend, they can organize to do this on the weekend before or after, or if there is game during the week.

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