Archiv der Kategorie 'Politik'

„Angriff von Rechtsaußen“

Knapp 50 Menschen waren am letzten Mittwoch auf Einladung der Antifa Bonn/Rhein-Sieg, des Buchladen „Le Sabot“, der Kulturgruppe „Erinnern und Gedenken“ und unserer Gruppe ins Nyx in der Bonner Altstadt gekommen, um sich vom Sportjournalisten Ronny Blaschke darüber informieren zu lassen, „Wie Neonazis den Fußball missbrauchen“.

Neben den Beispielen aus seinem Buch ging Ronny auf die Situation in Aachen ein und verlieh seinem ohnehin schon lebendigen Vortrag dadurch noch mehr Aktualität. Am Ende entwickelte sich eine lebhafte Diskussion mit auch regionalem Bezug am Beispiel der Fanszene des Bonner SC.

Wir bedanken uns bei allen für die erfolgreiche Veranstaltung!

Spruchbanderklärung FC*SP – SC Paderborn

Nach dem Angriff von Nazis und Nazi-Hools beim Hamburger Hallenturnier und der polizeilichen Festsetzung von 70 Menschen hat der DFB nach Hinweis der Hamburger Polizei nun die ersten Stadionverbote für unsere Fanszene verhängt.
Dass der DFB sich überhaupt erstmals in die Angelegenheiten eines Hallenturniers einmischt und sich dann auch noch als auf dem rechten Auge blind erweist, zeigt uns die unter dem neuen Sicherheitsbeauftragten und dem neuen Präsidenten eingeschlagene Richtung dieses Verbandes.

Unsere Wut und Enttäuschung haben wir beim letzten Heimspiel in mehreren Spruchbändern zum Ausdruck gebracht:

„Gegen Nazis wehren = Stadionverbot?“

Da fehlen einem einfach die Worte.

„Stadionverbote?! Nix gut!!“

Wirklich lächerlich ist die Sanktionierung eines kleinen Elementes der Choreo zum Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig durch den DFB, über die man sich nur lustig machen kann:

„2-21-12-12-5-14-19-3-8-23-5-9-14-5.“

„Hör ich DFB, hab‘ ich Tourette-Syndrom!“ ist ein abgewandeltes Zitat
dieses
Tracks.

Enttäuscht sind wir auch über die Reaktion unserer Vereinsleitung. Nach dem Hallenturnier noch positiv positioniert, lassen die letzten Verlautbarungen einen Rückfall in die Ära Littmann befürchten. Im Zusammenhang mit den Stadionverboten gab es noch gar keine Äußerung.

„An Nazi-Scum verraten von DFB-Magnaten / Wer verrät uns nie? Bist du es St. Pauli?“

Gemopst haben wir die Fotos wie immer bei diesem lesenswerten blog

Soli-Konzert

Leider nur für Menschen aus Hamburg und umzu: packt nach dem Blockieren und Verhindern der Nazi-Aufmärsche eure Rest-Energie zusammen und ab zum Soli-Konzert:

Weiterlesen

Lesung mit Ronny Blaschke

Lesung und Diskussion mit Ronny Blaschke

Aachen, Dortmund, Chemnitz oder Leipzig sind aktuelle Beispiele für Fußballszenen, in denen es Nazis gelungen ist, Fuß zu fassen. Auf Amateurebene finden sich Schiedsrichter oder Klubvertreter mit NPD-Parteibuch. Neonazis gründen selbst Sportvereine und veranstalten, wie zuletzt in Karlsruhe, Fußballturniere um Mitglieder zu rekrutieren. In seinem Buch “ANGRIFF VON RECHTSAUßEN – Wie Neonazis den Fußball missbrauchen” gibt der 2009 als “Sportjounalist des Jahres” ausgezeichnete Autor Ronny Blaschke einen alarmierenden Einblick in ein Problemfeld, das der breiten Bevölkerung kaum bekannt ist.

Mittwoch, 9 Mai 2012 ab 19 Uhr im Nyx
Vorgebirgsstraße 19, 53111 Bonn
Eintritt frei.

Veranstalter_innen:
Sankt Pauli Mafia
Antifa Bonn / Rhein-Sieg
Das NYX
Verein Erinnerung und Gedenken e.V.
Verein zur Föderung politischer Bildung & Kultur e. V.

Naziaufmarsch verhindern!

Weiterlesen

Stayin Alive….

Da sich der Lieblings-Mancunian entschlossen hat, früher anzureisen, um am nächsten Morgen gemeinsam Richtung Millerntor zu düsen, verbrachte man den Samstag abend gemütlich bei lecker Essen in der St.Paulianer-Kneipe unseres Vertrauens. Die Polizei Hamburg hat zudem das Gebiet weiträumig um das Millerntor zur Gefahrenzone erklärt. Die ganze Woche gab es mit den unterschiedlichsten Personen Gespräche, keiner wusste, was einen wirklich erwarten würde. Die Klage vom FC St.Pauli wurde vor dem Oberverwaltungsgericht vorerst abgelehnt, somit wurde dem Verein untersagt, Karten an Gästefans zu verkaufen. Hansa-Fans meldeten daraufhin eine Demo in Altona an.

Man entschließt sich diesmal mit dem Personenkraftwagen zu reisen. Anreise per Bahn unter den gegeben Umständen? Ne, lass mal, daher lieber highway to the dangerzone. A1 nervt, auch als Beifahrer. Nach Überholen etlicher Pferdetransporter erreicht man wohlbehalten das Viertel und kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus, als man sieht, was an der Stresemannstraße alles so rum steht. Unglaublich. Der Wagen wird im nahegelegten Parkhaus abgestellt. Auf dem Weg Richtung Fanladen kann man anhand der Präsenz sehr gut erkennen, dass man sich in der Gefahrenzone befindet. Irgendwie ist es heute ein seltsames Gefühl vor dem Spiel, ganz anders als sonst, als wenn man mit Vorfreude auf das Spiel ins Stadion geht. Heute wird Radio gehört. Die Entscheidung stand ziemlich schnell fest. Der Tag zieht sich wie Kaugummi. Die Trauergemeinde zieht friedlich mit Holzkreuz am Jollys vorbei um den Sarg (R.I.P. Fankultur) vor dem Wappen niederzulassen. Es werden Blumen und Grablichter abgelegt.

Mehrere Hundert Fans haben sich vor dem AFM-Container zusammen gefunden um so ihren Protest Ausdruck zu verleihen. Alles ist friedlich. 13:30 Uhr Anpfiff. Aux Armes ertönt auf dem Südkurvenvorplatz. In der 12.ten Minute ertönt im Stadion Jubel, 2 Sekunden später im Radio auch. 1:0 durch Ebbers. Halbzeit. Ein Urlauber soll seine Jacke verloren haben. 2.Halbzeit. Minute 49. Es jubelt das Stadion, 2 Sekunden später das Radio auch wieder. 2:0 wieder durch Ebbers. Song 2 zum zweiten Mal. Ab ca. der 60.ten Minute ein dumpfer Knall aus Richtung Neuer Pferdemarkt. Leute rennen Richtung Jolly, die Polizei positioniert sich, als schweres Gerät die Budapester Straße hochbrettert und alles unter Wasser-Beschuss nimmt, was sich bewegt. Beim Vorbeifahren werden die genervten und dadurch höhnisch klatschenden Personen mit der Durchsage „Ich freue mich auch auf Euch“ vom WAWE 1000 begrüßt. Ein brennender Busch (da wäre Wasser wirklich von Nöten gewesen) findet dagegen keine Beachtung. Bevor sich das Feuer noch mehr ausweitet wird es von einer umstehenden Person gelöscht. Kopfschüttelnd beobachtet man die sinnlose Polizeistrategie (wenn es denn eine gab). Wut, Hilflosigkeit und Unverständnis macht sich in unseren Köpfen breit. Nach kurzer Absprache beschließt man, die Heimreise anzutreten. Der Weg zum Parkhaus wird begleitet von „Machen Sie den Weg frei“ und „Hier dürfen Sie nicht durch“-Kommentaren seitens der Polizei. Bei strömenden Regen fährt man Richtung Süden und bekommt mit, dass Fin Bartels noch das 3:0 erzielt hat. Im Radio trällern die Bee Gees „stayin alive“.

Working Herby

Das Wochenende !


Quelle und Bild: USP und Basch

DIE GEISTER, DIE ICH RIEF…..

Unser Protest richtet sich einzig und allein gegen die Hamburger Polizei und deren Kartenverbot für Gästefans.
Wir „freuen“ uns schon auf den größten Polizeieinsatz in der Geschichte der 2ten Liga!
Daumen hoch für die Einrichtung der „Gefahrenzone“ und Aushebelung der Grundrechte für ein ganzes Stadtviertel.

Sonntag Südkurvenvorplatz – Gegen Polizeiwillkür

Seit bekannt wurde, dass die Hamburger Polizei unserem Verein verbieten will, Karten für das Heimspiel am 22. April an Fans des FC Hansa Rostock zu verkaufen, schäumen wir vor Wut.
Eben die „Ordnungskräfte“, die durch ihr Auftreten an Spieltagen (und bei vielen anderen Gelegenheiten auch) in der Regel erst dafür sorgen, dass es zu Problemen kommt, versuchen einen Präzedenzfall zu schaffen, von dem in Zukunft die Fanszenen aller Vereine betroffen sein können.
Leider hat sich nirgendwo Protest geregt, was möglicherweise daran liegt, dass sich die Wenigsten vor Augen führen, was diese Willkürmaßnahme bedeuten kann. Dazu kommt vielleicht noch, dass unser Verein samt aktiver Fanszene polarisiert und viele der Ansicht sind, mit dem FC Hansa Rostock und seinen zum Großteil unsympathischen Fans treffe es schon nicht die Falschen.

Mit einer gewissen Genugtuung haben wir die Demo-Ankündigung der Rostocker Fanszene zur Kenntnis genommen. Uns ist durchaus bewusst, dass 2000 demonstrierende Rostock-Fans unter Umständen auch problematisch für uns werden können, aber die Hamburger Polizei darf sich nun am Sonntag fragen, ob es nicht doch angenehmer wäre, die Fans im Gästeblock zu versammeln.

Natürlich haben wir überlegt, in welcher Form wir gegen diesen Polizeiübergriff protestieren wollen.
Die vorherrschende Meinung war, dass ein Spielbesuch mit „business as usual“ unmöglich sein würde und wir am liebsten gar nicht ins Stadion gingen. Von daher begrüßen wir die Entscheidung von Ultrà Sankt Pauli sehr und wünschen uns, dass sich möglichst viele FCSP-Fans dem Aufruf anschließen.

Sankt Pauli Mafia

AVE MTZ RIPO – SPENDENSAMMLUNG BEIM UNION-HEIMSPIEL

Gerne dokumentieren wir hier den Aufruf von Ultrà Sankt Pauli und laden euch dazu ein, euch an dieser Aktion zu beteiligen:

+++ Verbreitet diesen Aufruf über alle Kanäle +++ Beim Heimspiel in die gelben Eimer spenden +++ Entwickelt eigene Ideen +++

Liebe Sankt Pauli Fans!

Eure Solidarität ist gefragt! Spendet für die Rettung des MTZ Ripo!

Der MTZ Ripo ist ein weißrussischer Fußballklub (seit 2009 offiziell Partizan) aus der Hauptstadt Minsk. In den vergangenen Jahren entwickelte sich dort eine antifaschistische Fankurve, die nicht nur einen Freiraum für fußballbegeisterte Jugendliche mit subkulturellem und politischen Hintergrund bot, sondern auch in ihrer Größe und ihrem Organisationsgrad eine absolut positive Ausnahme in einem repressiven, autoritären Staat darstellt und ein Unikum für den gesamten Ostblock ist.

Doch nun droht dem Verein das Aus! Und das wollen wir gemeinsam verhindern! Im Dezember 2011 gab der ehemalige Klubbesitzer und Sponsor Vladimir Romanov seinen Ausstieg bekannt, die Suche nach einem Nachfolger verlief erfolglos. In der von Fans ins Leben gerufenen Rettungskampagne „SAVE MTZ“ wird nun Geld gesammelt, um den Verein retten und für den Spielbetrieb in der Zweiten Liga anmelden zu können. Dafür werden insgesamt 80.000 Euro benötigt (Registrierung in der Liga, laufende Kosten usw.), 10.000 bis zur Mitte dieses Monats. Daran wollen auch wir uns beteiligen!

Aus diesem Grund wird beim Spiel gegen Union Berlin in allen Stadionbereichen gesammelt und wir rufen euch auf, an der Spendenkampagne teilzunehmen! Unterstützt die Rettung des MTZ Ripo!

Es wird im Stadion Sammlungen an den Eingängen geben. Darüber hinaus werden in den verschiedenen Stadionbereichen gelbe Eimer an den Zaun gehängt, in die gespendet werden kann. Helft mit, diese Kampagne in den Tagen bis zum Spiel bekannt zu machen, so dass idealerweise jeder Fan bereits im Vorfeld weiß, was es mit er Aktion auf sich hat und sich beteiligen kann!

Unterstützt die antifaschistische Fans mit dem Blick auf die eigenen Wurzeln unserer Fanszene! Solidarität ist eine Waffe! Linke Fankultur in Minsk darf nicht sterben! SAVE MTZ RIPO!

Ultrà Sankt Pauli

Hintergrundinfos kfindet ihr unter anderem hier:
_ Interview in „BASCH“ #11
_ SAVE MTZ
_ Partizan Minsk
Außerdem ist ein Paypal-Konto eingerichtet, auf das ihr ebenfalls Spendenbeträge einzahlen könnt: szymon666@poczta.onet.pl (bitte mit angeben „For MTZ“)

Naziaufmärsche in Stolberg blockieren!

Da fällt die Entscheidung schwer: in Frankfurt unser Team gegen den FSV Frankfurt unterstützen oder mithelfen den alljährlichen Nazi-Aufmarsch in Stolberg zu blockieren?

Aber wer in der Region lebt und nicht zum kleinen Derby fahren kann, hat bereits morgen die Möglichkeit etwas gegen die Kameraden und Kameradinnen zu unternehmen: am frühen Mittwochabend wollen die Nazis wieder ihren Fackelmarsch durchziehen.

Infos zur Gegenmobilisierung für den 4.4.

Werft auch mal einen Blick hier rein und steigert mit, damit Geld in die Kasse kommt!