Archiv der Kategorie 'Fanpolitik'

„Darf man mit Nazis in der Kurve stehen?“

Lesenswerter Beitrag bei Pressschlag, der zwischen Weihnachtsstress und Silvester vielleicht etwas untergegangen ist:

Darf man mit Nazis in der Kurve stehen?

Daniel Roßbach

2017-12-23 16:22

Darf man mit Nazis in einer Kurve stehen?
Nein

Von Maik Krükemeier , Redakteur des St.Pauli Fanzine Übersteiger, das auch einen sehr hörenswerten Podcast, den Millernton, produziert.

Prima Idee: „Schreib doch mal was zum Thema: ‚Darf man sich mit Nazis in die Kurve stellen?‘“

Ist als St.Pauli Fan ja schnell gemacht: „Nein.“

Artikel Ende.

Tja, so einfach ist es natürlich nicht, dies zeigt unter anderem die gerade beendete Ausstellung im Vereinsmuseum im Millerntor, „Fußball in Trümmern – FC St.Pauli im ‚Dritten Reich‘“.

Auch der kleine sympathische Stadtteilverein, der sich gerne rühmt so anders zu sein (und es wahrscheinlich tatsächlich in ganz vielen Bereichen des Profisports auch ist) war nicht immer ein Hort des Antifaschistischen Widerstandes und des konsequenten Kampfes gegen Rassismus, Homophobie, Sexismus und andere Diskriminierungen.

Ich will nicht die ganze Geschichte vom Hamburger Kessel, der Hafenstraße, der Totenkopf-Fahne und vielen weiteren Dingen erzählen, die dazu führten, dass aus einem ziemlich normalen Verein Mitte/Ende der 80er eben jener Verein wurde, der heute tatsächlich für all diese Begriffe völlig zurecht steht. Aber die Vertreibung des damaligen Fanclubs „United“ sowie seiner politisch weit Rechts stehenden Mitglieder war harte Arbeit – insbesondere auch körperlich.
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Betretungsverbote und Überwachung

ProFans - OHNE UNS KEIN KICK!

Datenqualität und Verhältnismäßigkeit – ein Einwurf Osnabrücker Fussballfans

Auf den ersten Blick mögen das Pressezentrum des G20 Gipfels in Hamburg und die „Hänsch-Arena“ in Meppen nicht allzu viel miteinander zu tun haben. Es lohnt sich aber ein zweiter, genauerer Blick:

Der Entzug der Akkreditierung für Journalisten im Rahmen des G20 Gipfels in Hamburg war – Stand jetzt – in 4 Fällen rechtswidrig. Das musste das Bundesinnenministerium nun einräumen. In den Medien kann man nun die ohne Frage skurrilen Einträge, die den betroffenen Journalisten in verschiedenen Datenbanken zugeschrieben werden, nachlesen. Es steht außer Frage, dass die Speicherung und die daraus folgenden Konsequenzen Unrecht sind – die große Frage, die sich uns stellt, ist vielmehr: warum fällt das erst jetzt auf?

Fussballfans warnen seit knapp zwei Jahrzehnten vor den immer weiterführenden Maßnahmen der Ermittlungsbehörden und ihrer Datensammelwut. In den vergangenen Jahren flogen zuhauf nachweislich illegale Datenbanken der Behörden auf. Immer neue Datenbanken werden angekündigt. Nebenbei werden die alten Sammlungen gut gefüllt. Wer als Fussballfan – und dazu raten wir jedem! – ein Auskunftsersuchen über die Speicherung von Daten zu seiner Person bei den Behörden stellt, erfährt so manche skurrile bis absurde Überraschung. Natürlich werden hier längst eingestellte Verfahren erfasst. Selbstverständlich wird hier jede Personalienfeststellung, oder auch nur Beobachtung von sogenannten Szenekundigen Beamten (SKB) bis zum Sankt- Nimmerleins-Tag gespeichert. …

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ProFans-Stellungnahme zum „Dialog-Angebot“

ProFans - OHNE UNS KEIN KICK!

ProFans bezieht Stellung zum “Dialog-Angebot” von DFB-Präsident Reinhard Grindel

Erstaunt haben die ProFans angeschlossen Gruppen die heute vom DFB veröffentlichte Erklärung seines Präsidenten Herrn Grindel zur Kenntnis genommen. ProFans stimmt der Aussage zu, wie wichtig die Fankultur mit all ihren sozialen Werten für den Fußball ist, und dass diese Erkenntnis einen Grund zum Umdenken gibt.

Die Abkehr von Kollektivstrafen sowie von Bestrafungen auf Grundlage von Vermutungen ist längst überfällig. Auch die Wahrnehmung demokratischer Rechte in den Vereinen durch die Fanbasis zählt zur Kultur des Umgangs und zu den sozialen Werten des Fußballs. Wir haben noch nie verstanden, warum die Vorstellungen von einem emotionalen und sicheren Stadionerlebnis weit auseinanderliegen sollten. Nun endlich scheint die DFB-Spitze zu erkennen, dass der von ProFans Anfang 2016 auf den Tisch gelegte Vorschlag für einen Neuanfang eines Dialogs, der von Augenhöhe, Ernsthaftigkeit und Konstruktivität geprägt ist, dringend aufgegriffen gehört.

Der Einladung zur Arbeitsgruppe Fankulturen ist ProFans seither bekanntlich aus guten Gründen nicht gefolgt:

– In zehn Jahren des Fandialogs seit 2007 wurden nahezu keine Fortschritte im Sinne der Fankultur erreicht. Hinweise von ProFans-Vertretern über wachsende Unzufriedenheit und Zuspitzungen der Lage wurden nicht gehört.

– Hingegen haben die Verbände die Aushöhlung der 50+1-Regel hofiert, das Dikat des Kommerzes vorangetrieben und die Freiräume für Fans immer weiter beschränkt. Wichtige Entscheidungen wie die über die Einstellung der Gespräche zum sicheren Pyrotechnik-Einsatz, das Sicherheitspapier 2012 oder mehrere Verschärfungen der Stadionverbotsrichtlinie wurden vom DFB ohne Beteiligung des Fandialogs getroffen.

– Die in all den Jahren einzige konstruktive Einigung, nämlich über die Freigabe von Fanuntensilien, hatte der Vorsitzende der zuständigen DFB-Kommission, Große Lefert durch eine öffentliche Erklärung entwertet; danach wurde diese Initiative bis heute praktisch nicht umgesetzt.

– Die angebliche Wertschätzung aktiver Fans und Ultras wurde allzu oft durch gegenteilige Aussagen wie “Totengräber des Fußballs” ad absurdum geführt.

– Auch die 2016 installierte Arbeitsgruppe Fankulturen hat bis heute lediglich freundliche Fotos und unverbindliche Erklärungen produziert.

All das hat gezeigt, dass der DFB strukturell zu einem verlässlichen Dialog bislang nicht in der Lage war; auch nicht nach Übernahme der Federführung der DFL für die Arbeitsgruppe Fankulturen. Das Bündnis Aktiver Fußballfans hatte sich übrigens schon weit eher als ProFans von den ergebnislosen Gesprächsrunden verabschiedet.

Wenn jetzt ein Umdenken eingesetzt hat, begrüßt ProFans ausdrücklich einen Neuanfang eines Fandialogs, dessen Konstruktivität sich auch in dessen Struktur zeigt. Dazu gehören für uns die direkte Beteiligung kompetenter Entscheidungsträger, eine Einbeziehung der Vereine und größtmögliche Rücksichtnahme auf die ehrenamtlichen Fanvertreter, die ihre ohnehin durch Wochentagsspiele dezimierten Urlaubstage daransetzen.

Es bedarf dazu einer neuen, höherrangig angebundenen Dialogstruktur, die die Vereine direkt mit einbezieht. Diese sollte jetzt unverzüglich gemeinsam entwickelt werden. ProFans bietet dafür die Mitarbeit an.

ProFans im August 2017

Offener Brief an den DFB-Präsidenten

ProFans - OHNE UNS KEIN KICK!

Offener Brief eines ProFans Mitglieds an DFB-Präsident Reinhard Grindel anlässlich seiner Stellungnahme vom 02.08.2017

Lieber Reinhard,

ich grüße dich aus der schwersten Zeit des Jahres – der Sommerpause. Woanders rollt schon der Ball, ich muss leider noch etwas geduldig sein. Sicher geht es dir wie mir und du hast über die lange Durststrecke der spielfreien Zeit ein wenig Frust angestaut. Anders kann ich mir deinen trotzigen Wutanfall am Anfang der Woche nämlich gar nicht erklären.
Ich weiß ja nicht, ob du dir mit deinem unreflektierten und weltfremden Geschimpfe einen Gefallen getan hast, mein Lieber. Denn was du da forderst von den Ultras, dass dich diese hätten zu einem Gespräch bitten können, ist doch etwas geheuchelt. Vor allem angesichts der Tatsache, dass du dich in deiner Vergangenheit eher aufgrund deiner zurückhaltenden Art in aller Munde gebracht hast. Oder wie war das vor drei Jahren noch einmal mit der Abstimmung zur Novelle der Abgeordnetenbestechung?

Wie hätte denn deiner Meinung nach das Gespräch aussehen können, an welchem du „sicher“ teilgenommen hättest? In etwa so wie in der AG Fanbelange? Von einem Dialog auf Augenhöhe war damals die Rede. Frag doch deinen Vize, unseren gemeinsamen Freund Christian, wie das gelaufen ist. Wie er uns Ultras und aktive Fans immer wieder vertröstet hat. Wie er uns für blöd verkaufen wollte, indem er uns gegenüber den verständnisvollen Fußballfan gespielt hat und den Vereinen klar machte, dass sie nichts zu befürchten hätten, da er „die Fans im Griff“ habe. Lieber Reinhard, da musst selbst du Verständnis dafür haben, dass ein Dialog auf dieser Ebene nicht stattfinden kann. Du kannst ja bei deiner Meinung bleiben, dass wechselseitige Fangesänge keine Dialogkultur sind, wie du sie definierst. Nur sehen wir noch viel weniger Kultur in der geheuchelten Augenhöhe eurer letzten Dialogstrukturen. …

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Die Spieltagsumfrage Teil 1

Na, habt ihr euch auch so gefreut über die Terminierung unserer ersten beiden Saisonspiele?

Die Landpartie in Sachen DFB-Pokal am Montagabend hat zwar der andere Altherrenverein zu verantworten. Aber Freitag auswärts nach Bochum und Montag die SGD am Millerntor begrüßen – es sieht fast so aus, als ob sie das in der Guiollettstraße ausgewürfelt haben oder dem nervigen FCSP eins auswischen wollten.

Was denkt ihr, wie es weiter geht mit unseren Spielterminen?

Gerne hätten wir aus der ganzen Willkür-&Kommerzgeschichte ein Tippspiel für euch gemacht, Trophäe und Sieger*innenehrung inclusive, doch dafür braucht es weitreichendere Programmierfähigkeiten.

Wozu wir euch stattdessen einladen wollen, ist unsere Spieltagsumfrage.
Erstmal nur bis Ende des Jahres und ohne Englische Woche.

Viel Spaß damit!

Unmut äußern

3. Spieltag: SV Darmstadt 98 – FC St. Pauli
Freitag 18.08.2017

Samstag 19.08.2017

Sonntag 20.08.2017

Montag 21.08.2017

Nur Auswertung

HIER GIBT ES DEN REST

„Tatmittel“ Schwenkfahne

ProFans - OHNE UNS KEIN KICK!

“Tatmittel” Schwenkfahne – Kommentar zur Beschlagnahme in Köln

Die Beschlagnahme einer Kölner Schwenkfahne als so genanntes Tatmittel ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten und könnte als weitere Posse der an Peinlichkeiten ohnehin schon nicht armen Kölner Polizei verbucht werden. Im Zusammenhang mit der Hausdurchsuchung im Kölner Fanprojekt stellen sich aber weitere Fragen:

Warum ist es möglich, eine solche Hausdurchsuchung und Beschlagnahme ohne Gerichtsbeschluss und lediglich auf mündliche Anordnung durchzuführen? Zumal der Straftatbestand der Beleidigung üblicherweise keine Hausdurchsuchungen nach sich zieht.
Warum also macht sich die Kölner Staatsanwaltschaft in diesem Fall zum Erfüllungsgehilfen eines reichen Geschäftsmannes? Welche weiteren Ziele werden hier verfolgt, trifft es mit der Wilden Horde doch eine einflussreiche und „unbequeme“ Ultrà-Gruppe?

Was treibt Dietmar Hopp dazu, solche Geschütze aufzufahren, um seine vermeintlich gekränkte „Ehre“ zu verteidigen? Nach allem, was er erreicht hat, bräuchte er sich nicht als Bruder im Geiste von Erdogan gerieren und könnte mit auch noch so geschmacklosen Anfeindungen – die in entsprechenden TV-Sendungen oder Zeitschriften als Satire oder Karikatur gelten – durchaus souveräner umgehen. Beruht seine Überreaktion auf Selbstüberhöhung, Altersstarrsinn oder „Getroffene Hunde bellen laut“?

Angenommen, jemand von uns ginge zur nächsten Polizeiwache um Anzeige wegen Beleidigung zu stellen – zu rechnen wäre mit der Empfehlung, drüber zu schlafen, die Sache auf sich beruhen zu lassen oder vielleicht noch in der Mediation zu klären. Ein etwaiges Verfahren würde nach Monaten ohne Ergebnis eingestellt. Aber vor dem Gesetz sind ja alle gleich, nicht wahr?

Was verspricht sich die Staatsanwaltschaft von der Beschlagnahme einer Schwenkfahne als „Tatmittel“, außer sich damit unglaubwürdig zu machen? Es muss die pure Hilflosigkeit gewesen sein, galt es doch sicher, als Rechtfertigung für die im Zuge dieser lächerlichen Maßnahmen entstandenen Kosten und Überstunden irgendetwas präsentieren zu müssen.

Wir sind gespannt, ob die Fahne zurückgegeben wird, in der Asservatenkammer verschwindet oder irgendwo in der Öffentlichkeit wieder auftaucht. Und zwecks erfolgreicher Ermittlungen halten wir es auch in Zukunft für konsequenter, die wirklichen „Tatmittel“ zu beschlagnahmen: die Finger derer, welche Transparente oder Fahnen mit Schmähungen hochhalten und die Zungen all derer, die Schmährufe von sich geben. Da das wahre Übel aber im Kopf sitzt, empfehlen wir, per Aversionstherapie direkt auf die Gehirne der Bösewichter einzuwirken. Auf dass in den Stadien endlich wieder Ruhe herrsche.

ProFans im Mai 2017

Quelle

Stellungnahme zu den Nacktkontrollen in Sandhausen

ProFans - OHNE UNS KEIN KICK!

… Gegen 13:10 Uhr erreichten wir schließlich das Stadion. Das Bild, dass sich uns hier bot, ließ uns nicht zuversichtlich werden, dass wir das Spiel überhaupt noch sehen sollten. Denn die Polizei hatte mehrere „Zelte“ aufgebaut. Was in der Berichterstattung auf sport1 lapidar als „intensivere Kontrollen“ abgetan wurde, trifft den Hintergrund dieser Zelte nicht ansatzweise: Denn hier drin werden sogenannte Nacktkontrollen von den Beamten durchgeführt um sicherzugehen, dass Fans keine verbotenen Gegenstände ins Stadion schmuggeln. Dabei muss man sich vor mehreren Beamten komplett nackt ausziehen, gewisse Dehnübungen machen und sich gegebenenfalls noch in den Allerwertesten schauen lassen. Dieses Prozedere kommt für gewöhnlich vor der Einweisung in ein Gefängnis, bei Terrorverdächtigen oder Drogenschmugglern zum Einsatz. Dass normale Fußballfans sich dessen vor Eintritt in ein Stadion unterziehen müssen, ist völlig grotesk und für uns in keinster Weise tragbar. …

Weiter zur vollständigen Stellungnahme von Ultra 1894/ProFans KSC.

Endspurt

Nur noch 5 Tage läuft die Petition und es fehlen noch knapp 4000 Unterschriften, also unterschreiben, teilen, verbreiten:

ProFans-Pressemitteilung zum Böllerwurf-Urteil des OLG Köln

ProFans - OHNE UNS KEIN KICK!

ProFans kritisiert das Urteil des OLG Köln vom 09.03.2017

Das unabhängige Bündnis ProFans übt scharfe Kritik am Urteil des OLG Köln vom 09.03.2017. Dieses entschied, dass ein Fan des 1. FC Köln aufgrund eines Böllerwurfs eine Strafe von 20.340€ an seinen Verein zu zahlen habe. Diesem Urteil war eines des BGH vom 22. September 2016 voraus gegangen, bei dem die Umlage einer Verbandsstrafe des DFB-Schiedsgerichts auf einen Fan beschlossen wurde. Lediglich über die Höhe der Umlage hatte das OLG am vergangenen Donnerstag zu entscheiden.
„Die dabei angewendete Handhabe des stillschweigenden Unterwerfens unter das Verbandsrechts des DFB ist konstruiert. Der Betroffene ist einer Doppelbestrafung ausgeliefert, da seine Vergehen ja in erster Linie im Rahmen der ordentlichen Gerichtsbarkeit geahndet werden sollten.“ kritisiert ProFans-Sprecher Stephan Schell.

ProFans-Sprecherin Gloria Holborn ergänzt: “Für das größte Unverständnis sorgt jedoch die Tatsache, dass im Rahmen der Schiedsgerichtsbarkeit des DFB dem Beschuldigten keine Möglichkeit eingeräumt wird, sich zu den Vorfällen zu äußern, wie es sein verfassungsmäßiges Recht im ordentlichen Prozess ist. Außerdem sind die Verbandsstrafen des DFB in ihrer Höhe willkürlich, nicht nachvollziehbar und hängen beispielsweise von der wirtschaftlichen Situation und Straffälligkeit der Vereine ab, wobei letzteres ja wiederum auf dem Fehlverhalten anderer beruht.“

Dass einen Stadionbesucher Rechtsfolgen aus einem verbandsrechtlichen Schiedsverfahren treffen, auf welches dieser keinerlei Einwirkungsmöglichkeit hat, war in der Vergangenheit nicht nur von ProFans kritisiert worden.

Der Fokus des Urteils des OLG Köln lag nun darin, zu entscheiden „welcher Anteil der Verbandstrafe auf das Verhalten des Beklagten zurückzuführen war. Der Verein war nicht nur wegen des Böllerwurfes, sondern auch wegen drei weiterer Vorfälle, an denen der Fan nicht beteiligt war, mit einer Strafe belegt worden.[…]
Der 7. Zivilsenat entschied, dass der Beklagte den prozentualen Anteil bezahlen muss, der sich auf die Summe der Einzelstrafen bezieht. […] Das Verhältnis der jeweiligen Einzelstrafe zur Summe der Einzelstrafen sei dagegen eine verlässliche Bemessungsgrundlage, bei der Änderungen der Gesamtstrafe stets verhältnismäßig weitergegeben werden könnten.“, so heißt es in der offiziellen Pressemitteilung des OLG.

Den Fan treffen somit enorme Kosten, auf dessen Entstehung er allerdings entgegen aller rechtsstaatlichen Prinzipien keinen Einfluss hat.

Das unabhängige Bündnis ProFans fordert daher erneut den DFB auf, seine Gerichtsbarkeit transparenter und nach geltenden rechtsstaatlichen Prinzipien zu gestalten.

Dem 1. FC Köln, der bereits Revision gegen das Urteil des OLG eingelegt hat, weil er weitere 10.000€ von dem einzelnen Fan bekommen möchte, legen wir einen fanfreundlicheren Umgang mit seiner Anhängerschaft ans Herz und – soweit es uns zusteht – appellieren wir an den nun erneut entscheidenden Bundesgerichtshof, die Bemessungsgrundlage für die Umlage nicht von Umständen abhängig zu machen, für die der einzelne Beklagte nichts kann.

ProFans im März 2017

Petition zur Abschaffung der Aufstiegsrelegation in Regionalligen