Archiv für Oktober 2015

Spruchbanderklärung FC*SP – SC Freiburg

Über 2 Jahre nach den Gezi-Protesten:
251 Angeklagte
Bis zu 21 Jahre Haft pro Person forderte die Staatsanwaltschaft.
Vorwürfe: Widerstand gegen die Staatsgewalt, Beschädigung öffentlichen Eigentums, Verstoß gegen das Versammlungsrecht
7 Freisprüche
244 Verurteilte
darunter 4 Ärzte, die in einer Moschee Verletzte behandelt hatten
Begründung: „Verschmutzung einer Moschee“
Strafmaß für alle: 2,5 bis 14,5 Monate

ÜBERALL IST TAKSIM, ÜBERALL IST WIDERSTAND!

Dankeschön an KleinerTod

No HOGESA-Comeback in Köln!

Zum Jahrestag der HOGESA-Demo in Köln mobilisieren Hooligans und Nazis erneut bundesweit zu einem Aufmarsch am 25.10.2015 nach Köln.

Unter dem Motto „Der gleiche Ort – Die gleiche Demoroute – Die gleiche Uhrzeit – Köln 2.0“ wird für eine Wiederholung der Randale vom letzten Jahr in derselben Größenordnung mobilisiert. Das werden wir nicht zulassen.

Nachdem die Polizei Kundgebung und Demo von HOGESA verboten hatte, hat mittlerweile das OVG Münster ausdrücklich eine Kundgebung von HOGESA erlaubt. Die Demo bleibt verboten. Die Polizei hat die Kundgebung von HOGESA auf den Barmer Platz nach Deutz verlegt, dagegen klagt der Anmelder der Demo, Dominik Roeseler (Pro NRW).
Trotz zahlreicher Gewaltankündigungen im Netz und sogar trotz Mobilisierungsvideos für die HOGESA Demo bei denen Vermummte den Messerkampf üben wurde die Kundgebung von den Gerichten nicht verboten. Dafür zu sorgen, dass dieser braune Spuk beendet wird, bleibt also uns überlassen.

Wir gehen dahin, wo die Nazis sind!

(…)

Hier geht’s weiter mit Aufruf, Tipps und weiteren Infos.

Demo-Aufruf 24.10.: Fight Racism

Demo-Aufruf zum 24.10.:

Fight Racism!
Grenzen auf für alle! – Solidarität mit allen Geflüchteten!

Zeitgleich mit der Entstehung von Pegida markierte der „HoGeSa“-Aufmarsch im letzten Jahr den Beginn einer erneuten rassistischen Aufmarsch- und Gewaltwelle in der BRD. Zwischen Januar und Juni 2015 wurde nahezu täglich ein Anschlag auf eine Geflüchteten Unterkunft verübt. Zuletzt fand die rassistische Hetze gegen Geflüchtete ihren vorläufigen traurigen Höhepunkt in Heidenau, Sachsen, wo Anwohner*innen und Nazis gemeinsam gegen eine neue Unterkunft mobil machten, diese angriffen und als Mob durch die Stadt wüteten.

Grenzen auf für alle

Während Neonazis, rechte Populist*innen, wie bürgerliche Parteien mit ihrer Hetze versuchten in Deutschland rassistische Ressentiments zu schüren, überschlugen sich die Ereignisse in Europa: Im Kampf um Bewegungsfreiheit rissen Menschen auf der Flucht die Grenzen der Festung Europas ein und setzten sich hinweg über eine Abschottungspolitik der Stacheldrähte und des Dublin-Abkommens. Auch wenn dieser erfolgreiche Kampf um Bewegungsfreiheit Risse im Grenzregime aufzeigte, dürfen wir die vielen Toten und Schwerverletzen auf diesem Weg nicht vergessen. Ob ertrunken im Mittelmeer oder erstickt im LKW – die „Festung Europa“ hat bis jetzt schon tausende Tote zu verantworten.

Solidarität mit allen Geflüchteten

In den letzten Wochen sind tausende Menschen, die trotz alledem die Grenzen überwunden haben, in Deutschland angekommen. Empfangen wurden die Geflüchteten hier nicht von den deutschen Politiker*innen, die für die politische und wirtschaftliche Lage in den Herkunftsländen mitverantwortlich sind, sondern von vielen freiwilligen Helfer*innen, die den Menschen in den „trains of hope“ ein menschliches Willkommen bereitet haben und nun versuchen sie bei der Durchsetzung ihrer legitimen Ansprüche zu unterstützen.

hier geht’s weiter

Gemeinsame Pressemitteilung: Fanorganisationen verlassen Dialogstrukturen des DFB

ProFans - OHNE UNS KEIN KICK!

Fanorganisationen verlassen Dialogstrukturen des DFB

Die unabhängigen Fanorganisationen ProFans, UnsereKurve, Queer Football Fanclubs und F_in ­ Netzwerk Frauen im Fußball haben am 14. Oktober 2015 den bestehenden Fandialog innerhalb der Kommission Sicherheit, Prävention und Fußballkultur beim Deutschen Fußball Bund (DFB) beendet. Ergebnisorientierte Gesprächsbereitschaft und Wertschätzung wurden über Jahre hinweg nicht etabliert. Reform von Dialog­ und Beschlussstrukturen wird gefordert.

Gemeinschaftlich haben die großen, mitgliederstarken Fanorganisationen „ProFans“ und „UnsereKurve“ als auch die Queer Football Fanclubs und F_in keinen dauerhaften und ernsthaften Willen des Verbandes DFB erkennen können, mit Fußballfans einen transparenten und zielführenden Dialog etablieren zu wollen. Die Arbeit der AG Fanbelange / Fanarbeit, dem einzigen Gremium für einen institutionalisierten regelmäßigen nationalen Dialog des DFB mit Fußballfans, wurde bisher konsequent aus der Öffentlichkeit herausgehalten. Dadurch wird das Bild der Fußballfans fast ausschließlich durch polarisierende Politiker, Polizeigewerkschafter und Medien geprägt. „Hier wird regelmäßig die Chance vertan, einen sachlichen, fachlichen Gegenpol zu der oftmals hysterischen Darstellung zu bilden!“, so eine Vertreterin von F_in.

Fortsetzung der Pressemitteilung

„Wir Wohlstandsultras“

Mal wieder etwas Neues bei Zeckenbiss online.

Spruchbanderklärung FC*SP – SV Sandhausen

26.5.1993: Einschränkung des Grundrechts auf Asyl durch Änderung von Art. 16, der seit 1949 lautete: „Politisch Verfolgte genießen Asylrecht“.
3 Tage später sterben 5 Menschen beim Brandanschlag in Solingen.

19.9.2014: Weitere Einschränkung des Asylrechts durch die Erklärung von Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Serbien zu „sicheren Herkunftsländern“.

29.9.2015: Neben wenigen positiven Punkten erneute Verschärfung des Asylrechts durch Ausweitung der „sicheren Herkunftsländer“ auf Albanien, Kosovo und Montenegro; geplant ist weiterhin vermehrt Sachleistungen statt Geld zu geben sowie Leistungskürzungen einzuführen.

Foto bei Zaphod geliehen.

Fundstück

Dankeschön an T.

Quelle