Archiv für März 2014

Zur Situation in Düsseldorf

2. Stellungnahme der Dissidenti Ultra:

Stellungnahme zur aktuellen Situation

Veröffentlicht am 28. März 2014
Als ers­tes möch­ten wir uns bei allen Unterstützer_innen bedan­ken, die uns ihre Soli­da­ri­tät aus­spre­chen, die uns auf unse­rem Weg beglei­ten und die uns mit ihren Wor­ten und Taten Mut und Moti­va­tion zuge­spro­chen haben.

In den letz­ten Tagen, nach den Vor­fäl­len beim Aus­wärts­spiel in Frank­furt, wurde viel geschrie­ben und gemut­maßt. Viele Men­schen und Presseverteter_innen äußer­ten sich. Nun möch­ten wir noch ein­mal detail­lier­ter Stel­lung bezie­hen um unsere Sicht der Vor­fälle darzulegen.

Wie wir in unse­rer ers­ten Stel­lung­nahme bereits geschrie­ben haben, such­ten wir zunächst das Gespräch mit der Gruppe, die für das Auf­hän­gen der Frente-Fahne ver­ant­wort­lich war. Nach dem unsere Ver­su­che mit Belei­di­gun­gen abge­wie­sen wur­den, ent­schlos­sen wir uns dazu den orga­ni­sier­ten Sup­port ein­zu­stel­len. Wäh­rend­des­sen ent­stan­den Dis­kus­sio­nen zwi­schen UD-Mitgliedern und der Hoo­lig­an­gruppe zum glei­chen Thema. Nach­dem diese Dis­kus­sio­nen zu eska­lie­ren droh­ten und ein UD-Mitglied geschubst wurde, woll­ten wir diese Leute soli­da­risch unter­stüt­zen und stell­ten uns hin­ter sie. Anschei­nend reicht das schon aus um Gewalt gegen Men­schen anzu­wen­den, die es mit ihrem Selbst­ver­ständ­nis als Fortuna-Fan nicht ver­ein­ba­ren kön­nen, dass Fah­nen von beken­nen­den faschis­ti­schen Grup­pen in unse­rem Block hängen.
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Weitere Stellungnahmen:
Linkes Zentrum Hinterhof
Ultras Düsseldorf
Fortuna Düsseldorf

Veranstaltungshinweis

Hintergrund gibt es
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und hier und hier.

„Mehr Anarchie wagen“

„Ach ja, wie recht er doch hat“, möchte man beim Lesen von Kai Tippmanns Artikel seufzen.
Aber lest selbst:

Ein kleiner, schöner Moment in den letzten Jahren, die ich durch viele deutsche Kurven der ersten bis achten Liga gereist bin, trug sich in Darmstadt zu. Oft genug verstecken sich Denkanstöße, Wahrheiten und wichtige Themen in winzigen, unbedeutenden Anekdoten und unterstreichen das einzig wichtige Konzept, wenn man eine Sache richtig verstehen will: man muss hinschauen und hinhören. Die Darmstädter stehen in ihrer Ecke der Hauptttribüne und supporten, wie sich das für Ultràs gehört. Der Spielstand von 3:0 befeuert die Ränge und die Stimmung ist ausgelassen. Kurz vor Ende der zweiten Halbzeit erhebt sich Kutten-Kalli – ein Faktotum, das im Böllenfalltor verwurzelt ist wie niedliche Katzenbilder im Internet –, geht vor an „sein“ Geländer, die Ultràs verstummen und weiter lesen