Archiv für Oktober 2013

Zeckenbiss No 8

In der 8. Ausgabe unseres DIY-Heftes findet ihr auf 52 Seiten neben Spielberichten noch
- Diskussionsstoff („Warum dieses Cover?“)
- Philosophisches (Fortsetzung von „Ultrà heißt ein neues Leben beginnen“)
- Interviews (Heimat Hochfeld, Kobito, Johnny Mauser)
sowie die Rubriken „Gelesen“ und „Gesehen“

Zeckenbiss No 8 kann am kommenden Samstag exklusiv bei uns im Bus erworben werden.
Regulärer Verkauf am 11.11. zum Heimspiel gegen FC Energie Cottbus.

Wegen Versand wendet euch bitte an zeckenbiss@sankt-pauli-mafia-nrw.de.

Spruchbanderklärung FC*SP – SV Sandhausen

Mit „Vergognati“ („Schäm dich“) beziehen wir uns auf die Stellungnahme des MSV Duisburg und das Interview mit Sicherheitsmanager Michael Meier und dem Fanbeauftragten Christian Ellmann in der WAZ.
Ein Angriff rechter Hools und Nazis des Nationalen Widerstandes ist schon schlimm, aber so wie der eigene Fanbeauftragte der Kohorte in den Rücken fällt, macht sich der Verein an der ganzen Situation mitschuldig.

Mit „Auguri, Nordsupport, Ultras der Herzen“ gratulieren wir „Nordsupport“ zum 5jährigen Bestehen.
Ihr habt die Nordkurve belebt, macht weiter so! Und nun habt ihr ja alles, was „man“ braucht um „echte“ Ultras zu werden ;-)

„Unpolitisch gibt es nicht – Another Football IS Possible!“ ist unser bescheidener Beitrag zur diesjährigen FARE Action Week.
Es ist gar nicht nötig, mit dem Finger auf Russland oder Polen zu zeigen, denn Beispiele, in denen ganz selbstverständliches antidiskriminierendes Engagement als „politisch“ oder „links“ diffamiert wird und Vereinsleitungen die Entpolitisierung von Kurven vorantreiben, wodurch letztlich Rechten und Nazis Tür und Tor geöffnet werden, haben wir hier in Deutschland zur Genüge.

„Sena(t)zis raus“! geht im Zusammenhang mit den Lampedusa-Geflüchteten als Aufforderung an Olaf Scholz und den Hamburger Senat.
REFUGEES WELCOME!

Alle Fotos mit Dankeschön vom wie immer lesenswerten KleinerTod-Blog.

Fotoupdate

Eindrücke vom Auswärtssieg gegen die SpVgg Fürth und Fotos vom Heimspiel gegen SV Sandhausen.

Demo nach dem Heimspiel

Spruchband: SPM in Fürth
Foto: USP

Aus dem Demoaufruf:

Liebe Sankt Paulianer_Innen,
nach dem Spiel gegen Sandhausen am 25. Oktober wollen wir uns treffen, um zu zeigen, dass St. Pauli hinter den Geflüchteten der Gruppe „Lampedusa in Hamburg“ steht. Um 20.​30 Uhr ver­sammeln wir uns daher auf dem Harald-​Stender-​Platz vor der Südkurve, um von dort gemeinsam zur St.-​Pauli-​Kirche zu zie­hen.

Weiter geht’s beim Zeckensalon.

Unpolitisch gibt es nicht!

Nach Aachen und Braunschweig steht zu befürchten, dass nach dem Angriff auf die Kohorte im Anschluss an das Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken mit dem MSV Duisburg nun der 3. Verein vor der durch rechtsoffene und angeblich unpolitische Fans ausgeübten Gewalt einknickt und falsche Entscheidungen trifft.

Für eine ausgewogene und sachliche Reaktion sind wir ehrlich gesagt noch zu wütend und verweisen deshalb vorerst nur auf die Stellungnahme der Kohorte.

Foto-Update

Weniger Spielfeld, dafür mehr Streetart.

Spruchbanderklärung FC*SP – SC Paderborn

Mit unserem Spruchband beziehen wir uns auf die Absicht der Braunschweiger Vereinsleitung, andere Vereine dazu aufzufordern, UB01/Ultras Curva Nord den Gruppenzutritt zum jeweiligen Gästeblock zu verweigern.

Danke für das Foto an KleinerTod

Refugees Welcome!

Anlässe wie die Geflüchteten-Katastrophe vor Lampedusa finden kurzzeitig Platz in den Medien und bewegen Politiker_innen zu Äußerungen, die angesichts jahrelanger Abschottungspolitik und Organisationen wie Frontex nur zynisch wirken. Zudem verdecken sie Engagement, das nach kurzer medialer Aufmerksamkeit in der Regel still und leise hinter den Kulissen stattfinden muss. Umso mehr begrüßen wir, dass sich die Initiative rund um die St. Pauli-Kirche jetzt die Möglichkeiten der sozialen Medien zu Nutze macht und dokumentieren gerne das „St. Pauli- Manifest“:

wir sind mehr

Wir sind Bewohner/innen von St.Pauli und wir sind Menschen, die St.Pauli gut oder wichtig finden.

Wir finden St.Pauli, dessen beste Seite seine Vielfalt und die Verbindung zwischen den Vielfältigen ist, seine Solidarität, seine gelebte Mitmenschlichkeit, auf seine Weise vorbildlich. Das wollen wir auch sein. Deshalb erklären wir:

Egal, ob wir hier leben wollen oder ob wir hier leben müssen, egal, ob wir hier arbeiten oder hier nach Arbeit suchen, egal, ob wir diesen Platz nur ertragen oder ob wir ihn lieben – wir alle wissen was wir an St.Pauli haben.

Viele von uns haben hier gelernt, dass gutes Leben nur mit offenen Armen, offenen Augen und offenen Herzen und nur bei geteilter Macht funktionieren kann. Viele haben hier zum ersten Mal begriffen, dass Unterschiedlichkeit ein Lebenselixier ist und kein Grund, um Angst zu haben. Viele von uns haben hier verstanden, dass es hilft, die Dinge direkt und klar zu sagen, von ganz leise bis ganz laut oder mit Händen und Füßen. Wir alle wissen deshalb – miteinander umgehen ist der Anfang von miteinander leben. Genau das wollen wir.

Wir wollen Menschen, die aus unmenschlichen, unsicheren und unsatten Verhältnissen geflohen sind, um in Europa oft wieder unmenschlich und unsicher behandelt zu werden, mit unseren Möglichkeiten willkommen heißen, respektvoll behandeln und beschützen, wenn sie es wollen. Wir wollen sie in unserer Mitte haben, bis sie aus eigenem Wollen eine eigene oder andere Mitte gewählt haben. Wir wollen dabei aushalten, dass unterschiedliche Auffassungen normal sind, auch unter den Flüchtenden und auch unter uns.

Wir haben in und um die Kirche St.Pauli ein Zeichen gesetzt. Weil wir es wollen, weil wir es können, weil wir es müssen. Ein Zeichen des Friedens, ein Zeichen der Liebe, ein Zeichen der Zukunft.

Wir sind dabei zuversichtlich, dass das, was wir können, jeder andere Stadtteil in Hamburg oder sonst wo in diesem Land auch kann und können sollte. Wir wollen ein Beispiel sein, ein Beispiel von vielen. Jede/r kann dem folgen.

Informieren und unterschreiben
Refugees Welcome
Refugees Welcome Bonn
Bild von hier = Demoaufruf Rostock 19.10.