Archiv für Januar 2013

ZeckenBiss No 5

Definitiv dabei haben wir am kommenden Sonntag den neuen Zeckenbiss.

Aus dem Inhalt:
5 Jahre SPM
SPM & Ein Fortune vs Notgemeinschaft Peter Pan
When The Kids Act United
Der Stickerkrieg vom Tannenbusch
Interviews mit Josef Gruber, Viva con Agua Osnabrück und Feine Sahne Fischfilet
Reise- und Spielberichte
Fanzine-Reviews

Wie immer 1 Euro.
Versand auf Anfrage unter zeckenbiss@sankt-pauli-mafia-nrw.de

DIFFIDATI CON NOI!

Wenn alles klappt, bringen wir zum Heimspiel am Sonntag die neuen Feuerzeuge mit.
Pro Stück 2 Euro – vom Gewinn geht ein Teil an die Braun-Weiße Hilfe / USP Antirepressiva.
Kein Versand.

Etappensieg für „unpolitisch“ & borniert?

Die Entscheidung der Aachen Ultras vorerst keine Spiele des TSV Alemannia Aachen mehr zu besuchen bedauern wir sehr, können den Entschluss spätestens nach den Erlebnissen beim gestrigen Pokalspiel in Köln aber mehr als nachvollziehen.

Um gegenüber einem Dauerbeschuss aus negativer Propaganda, Drohungen und (körperlichen) Angriffen bestehen zu können, hätte es mehr gebraucht als vereinzelt positiver Presse und Unterstützung seitens antidiskriminierender Fangruppen und einem Fanbündnis wie BAFF.

Es hätte Ehrlichkeit und Konsequenz beim Verein selbst gebraucht sowie Interventionen des DFB und der Stadt Aachen um den „unpolitischen“ bis rechten Strukturen innerhalb der Fanszene Aachens nachhaltig etwas entgegenzusetzen.

Auch wenn das Beispiel Braunschweig nicht gerade Mut macht und die Entwicklungen in Duisburg und Düsseldorf ebenfalls Anlass zur Sorge geben, hoffen wir, dass bei den jeweiligen Vereinsleitungen ein Umdenken einsetzt und dass der DFB vielleicht mal mit sinnvollen Eingriffen positiv von sich reden macht.

Den Aachen Ultras wünschen wir, dass ihr durchhaltet und Alternativen für euch findet, bis sich das Klima soweit geändert hat, dass ihr wieder ins Stadion gehen mögt um dort eure Lieder für den „TSV“ zu singen.

Alerta antifascista!

Dazu auch: BAFF-Pressemitteilung

“Und man muss es mal so deutlich sagen …

… und bei der Realität bleiben: Wir werden landauf, landab dafür gerühmt, dass wir gegen Nazis stehen. Dann muss man sich auch mal gerademachen! Wenn einer Nazi-Sprüche macht, muss ihm klar sein, dass ihm das auch körperlich nicht guttun wird.“

Na, erinnert ihr euch noch? Vor einem Jahr um diese Zeit?

Hallenturnier in der Alsterdorfer Sporthalle. Cops, die von Anfang an in unserem Block unverhältnismäßig auftraten, aber blind und taub waren gegenüber diskriminierenden Rufen und Gesten der so genannten Gäste. Ebenso wie die Ordner, von denen dafür aber einer umso eifriger beim Anschwärzen von FCSP-Fans war. Genau wie wir erinnert auch ihr euch an den Angriff gegnerischer Fans unten bei den Toiletten, an den Diebstahl der Banner, die frei drehende Polizei und an die sich überall in Halle und Umlauf verteilenden Pfeffersprayschwaden.
Wir sehen den Polizeikessel vor uns, in dem nicht etwa die angreifenden „Gäste“ festgehalten wurden, sondern unsere eigenen Leute und wir haben die Pressevertreter vor Augen, die auf der Suche nach Sensationen überall mit ihren Kameras rumlungerten.

Wer nicht vor Ort war, durfte sich folgerichtig in den nächsten Stunden und Tagen in den Medien darüber informieren, was passiert war. Angeblich. Denn die Berichterstattung rund ums letzte Hallenturnier liefert leider ein deutliches Beispiel dafür, dass sich die so genannte seriöse Presse immer weniger vom Boulevard unterscheidet und zunehmend auch nur noch die Pressemitteilungen der Polizei übernimmt.

Umso wichtiger war es für uns, dass sich unsere Vereinsleitung endlich einmal vor uns stellte und Partei für uns ergriff. Zwar wurde unser Organisationsleiter und Sicherheitsbeauftragter Sven Brux wegen seines offenen und sehr sympathischen Zitats zurückgepfiffen, aber sowohl Pressekonferenz als auch Stellungnahme unseres Vereins gaben Rückhalt und Hoffnung.

Wie ging es weiter?

Bei einer Versammlung am 14. Januar beschlossen FCSP-Fans die Einrichtung einer unabhängigen Untersuchungskommission und riefen dazu auf, Augenzeugenberichte und Gedächtnisprotokolle einzureichen. Prominenter Gast dieses Treffens im Centro Sociale war der SPD-Innensenator Michael Neumann, der Aufklärung versprach und sein Bedauern aussprach.

Ende Mai erschien der vorläufige Bericht der Untersuchungskommission unter Federführung von Prof. Feltes.

Und dann?
Funkstille.

Bis auf die Stadionverbote, die unter anderem auch diejenigen von uns trafen, die Zivilcourage gezeigt hatten. Ebendie Zivilcourage, für die sich unser Verein immer so stark macht.
Im Dezember haben wir uns mit einem Schreiben an den Verein gewandt und genau diesen Umstand angesprochen – nämlich die Erteilung von Stadionverboten an FCSP-Fans, die sich aktiv gegen Diskriminierung (und Diebstahl) eingesetzt haben – und den Wunsch geäußert, dass diesen SVlern wenigstens der Besuch von Heimspielen ermöglicht wird. Weiterhin haben wir die Erwartung ausgesprochen, dass sich unsere Vereinsleitung zumindest offen im Sinne der Diffidati positioniert. Bislang haben wir keine Rückmeldung erhalten, aber nun gut, es ist Winterpause und vielleicht liegt die Antwort, geschrieben auf diesem schönen teuren Papier, das der Verein verwendet, in unserem Fach im Fanladen.
Wir sind zuversichtlich, eine Antwort vom Verein zu bekommen und gespannt, wie es weiter geht!

DIFFIDATI CON NOI!