Archiv für August 2012

USP hat Geburtstag !


Elogio Ultrà

Es ist bekannt seit langer Zeit:
Der Ultra ist gewaltbereit,
dazu noch klein und ungewaschen,
stets Böller in den Hosentaschen,
muss jeden Tag Tapeten malen,
schmeißt Kassenrollen und Bengalen,
und quält die Kurven stundenlang
mit leierndem La-La-Gesang.

Und kummervoll weint in sein Bier
der Röllchenbart aus Block G4:
O heiliger St. Florian,
verschon mein‘ Block,
zünd Südler an!

Er mackert rum in Jogginghose,
lebt von Ravioli aus der Dose,
versetzt mit Hasch die Modebrause,
vermummt sich vor der Kleinen Pause,
klatscht Auswärtsfans in Überzahl,
schmiert Tags an Wände überall,
hat zwar an Bildung große Lücken,
doch macht er immer gern den Dicken.

Und unter manch zerzaustem Schnäuzer
tönt auch von Nord der tiefe Seufzer:
O heiliger St. Florian,
verschon mein‘ Block,
zünd Südler an!

Er schwenkt die Fahnen, braun-weiß-rote,
bejammert Stadionverbote,
bei Pauli wird nur rumgewackelt,
doch abends Wannen abgefackelt.
Die Politik ist stets primär,
weil Fußball ohnehin zu schwer,
den Sachverstand lässt er vermissen,
dafür wird allzeit kluggeschissen.

Und in der Haupttribünenstille
tropft’s manchem von der Lesebrille:
O heiliger St. Florian,
verschon mein‘ Block,
zünd Südler an!

Ja, ist denn das noch zu ertragen?
Kann man denn gar nichts Gutes sagen?
Nunja – dem Röllchenbart fällts schwer,
doch anderen nicht allzu sehr:
Hey, USP, wir gratulieren,
wir möchten euch nicht mehr verlieren.
Zehn Jahre unter‘m Millerndach,
die stehn für Liebe, Spaß und Krach,
für Leidenschaft und viel Aktion,
für sehr viel Arbeit ohne Lohn,
für geile Choreographie
und braun-weiße Total-Manie.
Drum sind wir immer für euch da,
In Liebe: Eure Mafia.

(by SPM-Quotenkutte Tröööt unter begeisterter Stichwortreingabe aus Nord und GG – auch HT hätte sich gern beteiligt, hat aber wieder mal den Einsatz zum Wechselgesang verpennt :) )

Änderungen

Wir haben ein paar Änderungen auf unserem Blog vorgenommen:

Ab sofort findet ihr die Reise-Spiel-Berichte auf einer Exra-Seite. Wer ältere Berichte noch einmal lesen möchte, muss nun scrollen. Aber wir möchten der Tatsache Rechnung tragen, dass die Berichte die Privatmeinungen der jeweiligen Autor_innen wiederspiegeln und keinesfalls mit unserer Gruppenmeinung verwechselt werden sollten.

Weiterhin haben wir uns entschlossen, auf Spieltagsbilder hinzuweisen, wenn wir der Ansicht sind, dass sie ganz gut gelungen sind.

Ansonsten findet ihr den Link zu unseren Fotoalben an gewohnter Stelle unter „SPM-Links“ rechts unten auf der Startseite.

Bei Facebook sind wir übrigens immer noch nicht. Wer immer dort unter unserem Namen auftritt, hat nichts mit uns zu tun.

Post für Alemannia Aachen

Diesen Text haben wir an den Verein geschickt:

Sehr geehrte Vertreter_innen der Alemannia Aachen,

aktuell haben Sie alle sicherlich recht viel zu tun und auch diverse Anfragen bzgl. der Auseinandersetzung innerhalb der Alemannia-Fanszene. Vielleicht ändert sich das ja nach der Sanktionierung der Karlsbande, aber wir würden dies bezweifeln. Das ist auch der Grund, warum wir Ihnen als Fangruppierung des FC Sankt Pauli schreiben, denn Ihr Vorgehen und Ihre Äußerungen während des Prozesses, der letztendlich mit Sanktionen für die Karlsbande endete, werfen doch einige Fragen auf.

Wir verlassen uns bei unserer Wahrnehmung keinesfalls nur auf die Informationen der Medien, sondern haben auch einige Freunde und Bekannte, die die Alemannia seit Jahren begleiten. Diese sind ähnlich ratlos wie wir und eventuell können Sie uns ja weiterhelfen.

Nehmen wir mal an, dass Sie von dem Zwischenfall in Saarbrücken tatsächlich überrascht waren. Die, die „sonst nie da waren“, haben wieder mal zugeschlagen (leider wörtlich). Wie sollte darauf reagiert werden? Schon an diesem Punkt hatten wir nach Ihren Äußerungen, es würde ein Gruppenverbot in Betracht gezogen werden, etwas Sorge. Zum Ersten einmal unberechtigt, denn endlich haben Sie hier reagiert und mit starken Sanktionen der Karlsbande einen erheblichen Einschnitt in deren Rekrutierungsgebiet vorgenommen. Dass die Sanktionen die Richtigen getroffen hat, zeigt schon, dass im Rahmen der NRW-weiten Razzien gegen organisierte Nazistrukturen auch Wohnungen von KBU-Mitgliedern durchsucht wurden.

Soweit, so gut. Beim Lesen des Maßnahmenkatalogs ergab dann auch fast alles Sinn, bis wir über die letzten beiden Punkte stolperten. Anstatt dass Sie sich, als Vertreter_innen der Alemannia Aachen, endlich bewusst geworden sind, wo Ihr Problem zu verorten ist, werden Aachen Ultras nun ebenfalls sanktioniert. Zu ihrem Schutz! Das ist ein solcher Hohn, dass selbst wir, als „unbeteiligte“ Sankt Pauli Fans, vor Wut schnauben.

Bei Ihrer Argumentation ist vollkommen klar, dass Sie erkannt haben, dass Aachen Ultras die Opfer der Auseinandersetzung waren und sind. Aber anstatt dass Sie sich jetzt schützend vor die Opfer stellen, sollen sich diese lieber aus den organisierten Zusammenhängen verziehen? Dazu kommt dann noch, dass Aachen Ultras aus genau einem Grund zu Angegriffenen wurden. Weil sie keine Grenzen zwischen den Menschen ziehen und garantieren möchten, dass jede_r sich so bewegen kann, wie es für diese Person Sinn macht. Dass eine rassistische Ideologie dem zwingend konträr entgegensteht, brauchen wir hier wohl nicht näher auszuführen.

Sie scheinen tatsächlich zu glauben, mit der Sanktionierung der Karlsbande die Probleme gelöst zu haben. Wenn die Nazi(hool)s nicht mehr sichtbar sind, existieren sie auch nicht mehr? Aachen Ultras durch deren Engagement Provokation und damit eine Mitschuld zu unterstellen, ist perfide. Statt sich hier mit den Angegriffenen zu solidarisieren, bedienen Sie sich einer Rhetorik, die, indem sie politische Statements außen vor lässt, auch von der Karlsbande selbst sein könnte. Die Meinung endet nun mal nicht an der Fahne oder durch Verbote sind die Konfliktherde nicht verschwunden. Die heißen weiterhin Rassismus, Faschismus und, wie das Pokalspiel gegen Mönchengladbach zuletzt gezeigt hat, Sexismus. Den Menschen, die sich dagegen engagieren, raten Sie (indirekt) tatsächlich noch, dies zu unterlassen. Sind Sie wirklich der Ansicht, die Mannschaft spielt besser, wenn man nur schön die Augen vor der Realität verschließt und ignoriert, dass Fußball und Politik mittlerweile untrennbar zusammen gehören?
Ist mit Erik Meijer tatsächlich der Letzte aus der oberen Abteilungsebene gegangen, der sich noch für ein menschliches Miteinander eingesetzt hat?
Es wäre schön, wenn dem nicht so ist.

Setzen Sie endlich ein klares Statement gegen Nazis und rechtsoffene Hools in Ihren Fanzusammenhängen! Gehen Sie vehement gegen Diskriminierung jeglicher Form vor! Unterstützen Sie die antifaschistischen Bemühungen von Aachen Ultras um eine bunte und lebensfrohe Fankurve neu zu erfinden und zu erhalten!

In jedem Moment, in dem Sie Antifaschismus als Provokation empfinden, driftet Alemannia Aachen in Richtung eines rechtsoffenen Vereins. Schluss damit!

Unsere Solidarität gilt weiterhin Aachen Ultras, die in unseren Fantreffs jederzeit willkommen sind.

Mit freundlichen Grüßen

Sankt Pauli Mafia

Ein Dank an die Mannschaft !

Nach Spielschluss gab es eine Präsentation der besonderen Art ;)
Gerüchteweise wird behauptet, dass unser Käpitän sich das Spruchband geschnappt hat, darauf ein herzliches ACABAB ;)

Foto: MagischerFC

Spruchbanderklärung FC*SP – FC Ingolstadt 04

Dieses Spruchband gilt den Aachen Ultras , die zuletzt noch mehr Stress als sonst mit Nazis und rechtsoffenen Alemannia-Fans hatten.

Der Schiedsrichter Halil Ibrahim Dincdag kann seit seinem unfreiwilligen Outing 2009 nicht mehr in seinem Job arbeiten. Mit unserem Spruchband unterstützen wir eine Initative türkischer Fangruppen, die sich gegen Homophobie und Diskriminierung einsetzt.

Fotos: USP und Kleiner Tod

Stellungnahme zum Überall auf „Aachen Ultras“

Nach dem Überfall auf „Aachen Ultras“ im Anschluss an das Auswärtsspiel der Alemannia Aachen solidarisieren wir uns mit den Angegriffenen und fordern den Verein, die politisch Verantwortlichen in Aachen und den DFB auf, endlich nachhaltige Schritte gegen die ständigen Bedrohungen und Angriffe auf Mitglieder von ACU zu unternehmen.

Es kann nicht sein, dass der Verein nach wie vor den Standpunkt vertritt, Politik habe im Stadion nichts verloren und mit der Gleichsetzung von „links“ und „rechts“ eine Verharmlosung rassistischen und neonazistischen Handelns betreibt. Schlimmer noch muss nach dem aktuellen Angriff der Eindruck entstehen, „Aachen Ultras“ seien durch die Aufforderung, als erste das Stadion zu verlassen, ganz bewusst in die Gefahrensituation hineingetrieben worden.

Im Prinzip sind wir der Ansicht, dass sich Fanszenen ohne Einmischung von Verein, DFB und Polizei selbst regulieren sollen und können.
Leider ist in Aachen nicht zuletzt auch durch das Fehlverhalten des Vereins und durch das Desinteresse des DFB (der lieber fleißig Stadionverbote verteilt an Menschen, die sich aktiv gegen Nazis zur Wehr setzen) das Kräfteverhältnis dermaßen im Ungleichgewicht, dass dadurch eine akute Bedrohung für eine Gruppe junger Leute besteht, die sich für genau das einsetzen, was sich der DFB ansonsten auch gerne auf die Fahnen schreibt.

Wenn der Verein, die Stadt Aachen und der DFB sich weiterhin aus der Verantwortung stehlen, wird die Alemannia Aachen bald in einem Atemzug mit Vereinen wie BFC, Chemnitzer FC oder Hansa Rostock genannt werden können.

Sankt Pauli Mafia

Mehr dazu: BAFF-Pressemitteilung

Zeckenbiss No 4

Zum ersten Heimspiel am kommenden Samstag bringen wir die 4. Ausgabe des „Zeckenbiss“ mit.
Jaaa, wir wissen, dass es biologisch korrekt „Zeckenstich“ heißen müsste ;-)
Aber nachdem es von Heft zu Heft nun schon ständig Änderungen bei der Redaktion und beim Layout gab, wollten wir euch nicht auch noch durch einen neuen Namen irritieren.

Zum Inhalt:
- Zu Gast beim Antira in Hamburg
- Heiße Tage, raue Nächte – mit „Scheißegal Sankt Pauli“ beim Antirassistischen Fußballturnier in Dresden
- 15 Fragen an: Tommy Molotow
- „Fußballfans gegen Homophobie“ auf Reisen durch Deutschlands Stadien
- Football Supporters Congress Istanbul 2012
- Spielbericht Fortuna Düsseldorf – Hertha BSC
- Vorgestellt: Kopfball Düsseldorf
- Willkommen in der Landesliga: Bonner SC 01/04 – FC Pesch
- Vorgestellt: BONNANZA!
- „Canarias libre!“
- Gelesen: „Ultras Italien“
- Riot Shocker Crew – Rollstuhlbasketball Ultras
- Die SPM fragt, Johnny Mauser antwortet

Das Ganze gibt es für 1 Euro.

Versand ist auch möglich, dann kommt für Porto und Verpackung noch ein Euro drauf.
Anfragen bitte nur über zeckenbiss@sankt-pauli-mafia-nrw.de

Abholung der Saisonkarten für Auswärtige!

Geht doch ;-)

Danke an den FCSR für das offene Ohr und den Einsatz zugunsten der auswärtigen Fanszene des FCSP!

Von der Seite des Fanclubsprecherrates:

Abholung Saisonkarten am Spieltag

Abholung Saisonkarten Süd für Auswärtige

Alle die eine Zusage für die Saisonkarte Steh Süd bekommen haben und weiter als 80km vom Millerntor entfernt wohnen können die Karte auch am Spieltag abholen.

Wir weisen jedoch ausdrücklich darauf hin, dies schon nach Möglichkeit vorher zu erledigen z.B. durch jemand Dritten mit einer Vollmacht.

Es wird am Spieltag nur ein Schalter zur Verfügung stehen und daher muss dann mit sehr langen Wartezeiten gerechnet werden.

Dieses Angebot ist nur für Auswärtige gedacht die absolut keine Möglichkeit haben ihre Karte von einem Dritten abholen zu lassen.