Archiv für Februar 2012

Rezension: Johnny Mauser – Die Sendung mit dem Mauser!

Johnny Mauser, Zeckenrap aus Hamburg-City! Nach unterschiedlichen Samplerbeiträgen, dem ersten Album „Politisch motivierte Sprachgewalt“, dem Feature-Album mit Cpt. Gips, „Neonschwarz“, nun der nächste Streich: „Die Sendung mit dem Mauser“! Eigentlich schon im letzten Jahr erschienen, wie immer als Download für umme – jetzt endlich mal als schickes Vinyl via Audiolith!

Zu hören gibt es die gewohnt politischen Texte auf sehr derben Beats, die mal tanzbarer sind (wie z.B. bei: „Unseriös“ oder „Ein bisschen mehr“), oder mal mehr zum ruhigen Koppnicken und Zuhören einladen, wie bei „Unter dem Grund“ oder „Quatsch mich nicht voll!“. Es darf aber auch mal poppig angehaucht sein, hier ist zum Beispiel der Titel „Auf der anderen Seite“ zu nennen.
Mit „Mauser & Gips bleiben“, gibt es eine Ansage an die Presse & auf die Indizierung ihres „Flora bleibt“-Track vom gemeinsamen Feature-Album, und der Song „Schnipp zu dem Schnapp“ dankt allen fleißigen Händen in VoKüs, AZs oder sonstigen netten Locations!
Neben allen politischen Ansagen, Inhalten etc, werden hier auch graue Alltagsszenarien in Reime verpackt, die wohl jede/r von uns kennt und schon so erlebt hat! Da es auch Zeilen gibt, die wohl mit einem Augenzwinkern und dickem Grinsen entstanden sind & das Album soundtechnisch nie langweilig wird, wirkt alles noch mal besser, fetter und trotz allem unseriös, echt reif und strukturierter …

Feature-Künstler sind natürlich auch vertreten, so darf Cpt. Gips bei vier Tracks ran … und wie gewohnt sind die beiden zusammen ein starkes Duo! Crashkid, PeerPlex & Plurioso geben ebenfalls ihre Zeilen zum Besten und Marie Curry kann bei zwei Tracks mit ihrer genialen Stimme überzeugen!

Abgerundet wird das Ganze, von einem schönen Intro und Outro, für das hier DJ Profile und Spion Y verantwortlich sind, ebenso wie für sonstige Sounduntermalung auf diesem Album!

Also, reinhören und dann schnell Audiolith anschreiben, damit die euer Paket schnüren können!

Rüdigger

Letztens hat sich die Rezensionsmafia auf der Hinterbank des Van nochmal über die Tracks ausgetauscht und mit Anweisungen wie „mach mal lauter/mach mal nächsten Track/mach noch mal von Anfang“ zumindest einen weiteren Fahrgast bis zum Siedepunkt getrieben:

„Intro (feat. DJ Profile)“:
R: musikalisch voll geil, hätte man auch ein Stück draus machen können
„Unseriös (feat. Captain Gips)“:
R: heimlicher Überhit / D: Arschtritt für die Angepassten / MR: wird bestimmt so ein Tanzhit, mir gefällt die Botschaft, dass persönlicher Lifestyle keine Frage des Alters ist, wie schon bei „Ein wenig Alt“
„Quatscht mich nicht voll“:
spricht für sich, Ansage an den VS, R+D: erinnert an Ice Cube
„Schnipp zu dem Schnapp“:
R: spielt als Musiker an den richtigen Orten / D: dass das mal gewürdigt wird / MR: äußerst sympathisch und ruft Erinnerungen ans Arbeiten im AZ und auf der Rheinkultur wach
„Unter dem Grund“:
R: nennt deutsche Interpret_innen, bei denen es sich lohnt reinzuhören / MR: dadurch, dass auch Nate genannt wird, beweist er, dass er über den linken Tellerrand hinausschaut
„Mauseloch“:
augenzwinkernd, kann über sich lachen / MR: gutes Wortspiel mit dem „gan“
„Auf der andern Seite (feat. Marie Curry):
R: sie kann einen Track alleine füllen / MR: Fortsetzung von „On a Journey“, Prinzipien schmelzen dahin, wenn erstmal Emotionen im Spiel sind
„Ich weiß selber nicht wirklich“:
Alltagsfrust, deprimierend / MR: bloß nicht auf dem Weg zur Arbeit hören
„Kennt ihr den? (feat. Captain Gips):
R: gegenseitiges Abfeiern gehört einfach dazu, mit Gips zusammen richtig stark
„Ein bisschen mehr (feat. Crashkid & 2:38):
D: einprägsam, Text ist Bombe, einer von beiden Lieblingsrefrains / MR: einer der Favoriten, ruft gute Erinnerungen wach, sehr schön dass 2:38 dabei sind, die an jenem berühmten Hallenturnierfreitagabend in der Flora gespielt haben und mit ihrem „Kaputtmachen“ den Nerv des Abends getroffen haben, ich mag solche Sounds
„Der Tageshippie“:
R+D: musikalisch reizvoll, Klischees werden augenzwinkernd angegangen / MR: Axel Reitz und Fußschweiß, yes!, außerdem kennen wir alle solche nervigen Gestalten mit ihrem Antigewaltgelaber, das im Grunde auf Desinteresse und Egoismus beruht
„Feuerball (feat. Captain Gips)“:
D: Favorit, auch wegen der Beats / MR: irgendwie schon Eierschaukelei, aber positiv, das Pathetische der Beats in korrektem Kontext, sehr gut das „Quings“
„Bahnhofsmission (feat. Peer Plex)“:
R: wenn man solche Texte schreibt, darf man sich danach auch mal abfeiern
„Unter Strom (feat. Phurioso)“:
diese Stress-Situationen kennen wir leider alle / MR: besser nicht auf dem Weg zur Arbeit hören
„Mauser und Gips bleiben (feat. Captain Gips)“:
R+D+MR: das ist eine Ansage! / MR: irgendwie schon mutig, das so zu bringen, weil es auch Kritik bringen könnte, von wegen „nix Neues, Kopie“, geschickt dass der Sound nicht so wuchtig ist wie bei „Flora bleibt“
„Aus purer Feindschaft“:
R+D+MR: da fällt jedem von uns direkt mindestens ein Kaff ein, auf das dieses Szenario zutrifft / MR: zweiter Favorit, nicht zuletzt wegen der Kontrastwirkung durch das Sample
„Johnny from the Block (feat. Marie Curry)“:
MR: vielleicht an die kommende Kritik gerichtet, die wegen Labelvertrag ja schnell von „Sellout“ spricht
„Outro (feat. Spion Y)“:
R+D+MR: sehr geeignet / MR: sehr chillig, besser nicht auf dem Weg zur Arbeit hören

Fazit: absolute Steigerung in Sachen Flow, Beat und Text; unschlagbar mit Captain Gips. Wir freuen uns für Johnny Mauser und es ist cool, dass er nach den ganzen kostenlosen Downloads seine eigene Platte in der Hand halten kann.

Rüdigger, Duke und Mary Read

Nachricht aus Griechenland

Diese mail erreichte uns vom F.C. St. Pauli Athens Club:

Dies ist kein Manifest, sondern ein Schrei vor Wut und Qual.

Seit ungefähr zwei Jahren wird ein beispielloser Angriff gegen unser
Leben unternommen. Korrupte Politiker und skrupellose Banker,
unterstützt durch die neoliberale Politik des IWF und die europäische
Zentralbank, nehmen drastische Lohn- und Rentensenkungen und Steuer-
und Preiserhöhungen vor. Damit treiben sie grosse Teile der
Gesellschaft in Armut, Arbeitslosigkeit und Verelendung. Die
Massnahmen werden mit der globalen Finanzkriese begründet. Einer
Krise, die sie selber verursacht haben – doch nun verlangen sie, dass
die breiten Massen dafür bezahlen.

Gleichzeitig wendet der Staat zur Bekämpfung sozialer Spannungen und
Unruhen immer radikalere Methoden an. Rechte und Freiheit der
BürgerInnen schrumpfen, ihre Proteste werden gewaltsam, auch mit
Einsatz von Chemikalien und brutaler Gewalt von Spezialkräften,
unterdrückt. Zivilpolizisten nehmen Sturmangriffe auf Häuser vor und
verhaften Menschen. Regierungen von Technokraten, die nicht vom Volk
gewählt sind, ernennen ein wirtschaftliches Junta-Regime. Die Medien
sind manipuliert und identifiziert mit den Interessen des Systems; sie
verfolgen das Ziel der Terrorisierung der Bürger/innen durch Lügen,
Einschüchterungen und Verleumdungen.

Das geschieht in Griechenland. Ähnlich aber ist die Situation auch in
Irland, Portugal, Spanien und Italien. Man sollte sich keiner Illusion
hingeben, die Krise wird auch auf andere Länder übergreifen. Somit ist
dieser soziale Krieg, Angelegenheit aller, von Athen bis Dublin und
von Kairo bis Madrid und Berlin.

Es wird behauptet, dass es im Fussball keine Grenze gibt. Deswegen ist
der Mord von 74 Menschen beim Fussballspiel in Ägypten am 2. Februar
auch unsere Angelegenheit. Diese Morde waren politisch motiviert, denn
es ist bekannt, dass die spezifischen Ultras eine wichtige Rolle beim
Sturz der Militärjunta von Mubarak vor einem Jahr gespielt haben.

In letzter Zeit sind in den Stadien viele Protest-Banner gegen die
aktuelle politische Situation in den jeweiligen Ländern zu sehen.
Gleichzeitig finden mehr und mehr organisierte
Solidaritätskundgebungen mit den leidenden Menschen in verschiedenen
griechischen Städten statt. Wir denken, dass solche Kundgebungen auch
den Stadien stattfinden sollten.

Wir werden für unsere Ideale weiterkämpfen. Innerhalb und ausserhalb
der Stadien, in den Vierteln, auf den Strassen, in den
Demonstrationen. Denn sie sollen sicher sein, dass unsere Wut nicht
versiegt, bis sie zerstört werden.

Widerstand – Solidarität

* Am Sonntag den 12.02.12, Tag der Abstimmung über die neuen
Massnahmen und das Elend des griechischen Volks, demonstrierten fast
1000000 Menschen und kollidierten mit den Spezialkräften in den
Strassen von Athen. Diese Tatsache wurde durch alle Medien
systematisch ignoriert.

Webseite des F.C. St. Pauli Athens Club

Kölner Rat beschließt Ende des AZ

Es ist nicht wirklich notwendig, was sich die Stadt Köln an Bebauungsplänen für die Gegend rund ums AZ Köln ausgedacht hat. Sinn macht das Ganze allerdings, wenn Kalk genauso gentrifiziert werden soll wie Ehrenfeld oder in Hamburg das Schanzenviertel. Und da stört so etwas wie das AZ Köln natürlich nur. Also wird mit allen Mitteln des ach so demokratischen Rechtsstaates plus der üblichen Portion Kölner Klüngel daran gearbeitet, ein erfolgreiches Projekt zu zerstören.

Pfeffer statt Rosen zum Valentinstag

Zeckenrap at its best!

Unseriös? Zum Glück! Sonst würden einige von uns ganz bestimmt nicht so kurz nach dem Release von „Die Sendung mit dem Mauser“ schon Texte mitsingen oder überlegen, wann sich die nächste Tapete mit einem der neuen treffenden Mauser-Gips-Zitate einsetzen lässt.

Aber etwas ist anders diesmal …

Es gibt die Tracks wieder zum kostenlosen download, aber diesmal sind sie auch als 12″ erhältlich. Bei einem richtigen Label.
Wie kommt’s?

Also haben wir Johnny Mauser gefragt:

SPM: Warum ist „Die Sendung mit dem Mauser“ gleichzeitig auf Vinyl und als kostenloser Download erhältlich?


JM: Ich habe ja bisher alle meine Alben kostenlos ins Internet gestellt, so auch „Die Sendung mit dem Mauser“. Die Vinylveröffentlichung ist dann durch Audiolith zustande gekommen. Das hätte ich alleine vermutlich nicht auf die Beine stellen können. Es ist auf jeden Fall ein noch krasseres Gefühl dann die eigene Schallplatte in den Händen zu halten.

Natürlich wollten wir noch mehr wissen:

SPM: Wie kommt es, dass du nun bei Audiolith bist und das auch noch als einziger Rapper?

JM: Da gehören natürlich zwei Seiten zu, es freut mich aber sehr, dass es nun zu der Zusammenarbeit kommt. Ich mag die Leute von Audiolith, höre einiges von deren Releases und bin auch ein bisschen stolz, selber bei ihnen zu releasen. Dazu finde ich es auch gut, wenn sich ein Label anderen Musikrichtungen öffnet, dieses Schubladendenken ist im Musikbereich teilweise echt überholt. Ich denke, Captain Gips und ich passen da echt gut hin.

SPM: Nach den beiden Vorgängern wirkt der Titel „Die Sendung mit dem Mauser“ eher harmlos. Ist das Tarnung oder einfach nur ein sich anbietendes Wortspiel?

Das Wortspiel bot sich tatsächlich an und da ich eine Platte mit etwas mehr Augenzwinkern aufnehmen wollte, machte das dann auch Sinn. Irgendwie gibt es immer unterschiedliche Phasen, aber politisch sind die Tracks dann ja doch meistens und sei es durch ein paar wenige Zeilen.


SPM: Mag Überinterpretation sein, aber mir kommt „Die Sendung mit dem Mauser“ strukturierter vor, als hättest du dir mehr Gedanken über die Reihenfolge der Tracks und deren Wirkung auf die Hörer_innen gemacht?

JM: Ehrlich gesagt bringe ich die Songs erst ganz am Ende, wenn alles fertig aufgenommen ist, in eine Reihenfolge. Aber es stimmt schon, dass ich mir dafür dieses Mal etwas Zeit genommen habe. Leider ist es aber ja auch zu Zeiten von Youtube und ITunes so, dass Alben fast nicht mehr ganz gehört werden. Das ist zumindest mein Eindruck und spiegelt auch mein eigenes Musik-Konsum-Verhalten wieder.

SPM: Auf deiner Seite steht, dass du aktuell Auftrittspause hast – warum?

JM: Captain Gips und ich arbeiten gerade akribisch an einem neuen gemeinsamen Album. Und da wir leider nicht unsere ganze Energie der Musik widmen können und den alltäglichen Zwängen im Kapitalismus unterliegen, halten wir uns die Wochenenden möglichst frei zum Schreiben und Aufnehmen. Wenn nicht gerade Fußball ist…

Fußball war natürlich ein Stichwort. Was Johnny Mauser uns sonst noch erzählt hat, erfahrt ihr im nächsten „Zeckenbiss“, der in wenigen Wochen rauskommen wird.

Bis dahin zieht euch „Die Sendung mit dem Mauser“ rein und das am besten auch auf Vinyl, das ihr hier bestellen könnt. Und von wegen, die Tracks seien nur durch wenige Zeilen politisch ;-)

Nächste Woche gibts unsere Rezension zu lesen.

Johnny Mauser
Captain Gips

Rückgabe Schweinske-Cup-Tickets

Bringt eure Schweinske-Cup-Tickets für den zweiten Tag (Samstag) bitte am Spieltag gegen Bochum beim USP-Stand vorbei oder nach dem Spiel am Fanladen. Wir werden die Karten sammeln und die Erlöse für die Leute bereitstellen, die nun Probleme mit Strafverfolgung und Ähnlichem haben. Wir erwarten im Grunde von allen, die die Tickets über USP bekommen haben, dass sie sich an dieser Solidaritätsaktion beteiligen. Die Tickets verfallen zu lassen ist Verschwendung.
Mit der Gewalt der Polizei und den Strafen sind wir alle gemeint und das ist eine Kleinigkeit, die jeder beitragen kann, um die Opfer zu unterstützen.

Text und Quelle von hier !

NEUE STICKER! und SOLIVERKAUF!

Kommenden Sonntag bringen wir neue Sticker mit, die ihr ab 11 Uhr bis eine Stunde vor Spielbeginn beim freundlichen Händler mit dem Bauchladen sowie bei uns am Van erwerben könnt.
Der Verkaufspreis wird etwas angehoben, damit wir durch euren Solibeitrag den Ausbau der (Lego-)Südkurve weiter voranbringen können.

FANLADEN ST. PAULI :
Stellungnahme zu den Presseberichten über den Strafantrag des DFB-Kontrollausschusses

Mit Erstaunen und Bestürzung mussten wir der Presse entnehmen, dass durch den DFB-Kontrollausschuss als Strafmaß nach dem Kassenrollenwurf auf Pirmin Schwegler beim Spiel FC St. Pauli gegen Eintracht Frankfurt am 19.12.2011 offenbar die komplette Sperrung der Stehplatzbereiche für eines der nächsten Heimspiele angedacht ist.

Diese Strafe ist in ihrer Höhe – der zu erwartende wirtschaftliche Verlust allein beim Ticketing liegt im unteren sechsstelligen Bereich, dazu kommen weitere Einnahmeverluste im Catering – nicht nachvollziehbar. Weder in Bezug auf den Einzelfall, noch im Verhältnis zu anderen Strafen, die der Kontrollausschuss bei Verfahren gegen andere Vereine vorschlägt.

Der DFB weiß und fordert von den Vereinen, dass Strafen in Fällen wie diesen den ermittelten „Tätern“ aufgebürdet werden. Damit hat der DFB aber auch die Verantwortung, ähnlich wie ein „normales“ Gericht, den Einzelfall in Bezug auf den „Täter“, dessen Motivation, soziales Umfeld und wirtschaftliche Situation hin zu betrachten und ein Urteil darauf abzustimmen. In diesem Fall soll nun aber ein junger Mann, der mehr moralische Verantwortung zeigt als so manches Staatsoberhaupt und die Konsequenzen für einen gemachten Fehler übernimmt, vom DFB Kontrollausschuss wissentlich in den wirtschaftlichen Ruin gestoßen werden!

Der Fanladen St. Pauli hat gemeinsam mit dem „Täter“ den Vorfall nachvollziehbar und wahrheitsgemäß dem Verein geschildert. Das Entdeckungsrisiko war vorab überschaubar, er hätte sich nicht offenbaren müssen und wäre somit aller Voraussicht nach einer Strafe entgangen. Er allein hat die Entscheidung getroffen, sich der Verantwortung zu stellen und die Konsequenzen zu tragen. Er hat sich beim getroffenen Spieler Pirmin Schwegler entschuldigt und glaubhaft gemacht, dass es niemals in seinem Interesse war, den Spieler zu treffen, geschweige denn das Spielfeld. Eine Strafe wie die jetzt angedachte setzt daher deutlich falsche Signale! So wird jungen Menschen kaum zu vermitteln sein, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen…

Wir fordern den DFB und die beteiligten Gremien auf, sich von seiner nicht nachvollziehbaren und willkürlichen Strafpraxis zu verabschieden und endlich einen für alle einsehbaren Strafkatalog aufzustellen, der auch im Einzelfall nachvollziehbar ist. Wir fordern zudem, in diesem Einzelfall die Umstände erneut zu prüfen und zu einer sachlichen und angemessenen Bewertung zu kommen.

Darüber hinaus fordern wir die Vereinsführung des FC St. Pauli auf, im Sinne aller Fans des FC St. Pauli kein Strafmaß zu akzeptieren, dass den oben genannten Gesichtspunkten nicht entspricht – und wenn dies bedeutet, den DFB mit seiner willkürlichen Sportgerichtsbarkeit vor ein ordentliches Gericht zu bringen, um die Verhältnismäßigkeit einzuklagen.

Fanladen St. Pauli
Brigittenstraße 3
20359 Hamburg

info@stpauli-fanladen.de

QUELLE: Fanladen St. Pauli