Archiv für Januar 2011

Spruchbanderklärung FCSP-Köln



DER WORTE SIND GENUG GEWECHSELT – LASST UND ENDLICH TATEN SEHN !!!

Bezieht sich auf das Gespräch zwischen Verein und Fanausschuss, in dem von Vereinsseite behauptet wurde, dass einige Punkte geklärt wurden. Nichts ist geklärt, die Forderungen haben weiterhin Bestand. Wir erwarten Taten !!!



NUR WER GEGEN DEN STROM SCHWIMMT – KOMMT ZUR QUELLE !!!

Der Spruch sagt eigentlich alles: nur wer sich traut Widerstand zu leisten, kann auch was bewirken.



WAHRHAFT SIEGT – WER NICHT KÄMPFT !!! (SUNZI)

Dieser Spruch hat nichts mit dem FCSP zu tun, sondern galt unseren „Freunden“ von der „Wilden Horde“ und den in unsere Richtung ausgesprochenen Drohungen.

Z E N S U R !

Gewaltverherrlichende und sexistische Rap- und HipHop-Texte? Kein Problem. In Deutschland herrscht ja schließlich Meinungsfreiheit. Aber auch nur, solange es nicht politisch wird.

Johnny Mauser & Captain Gips-Album „Neonschwarz“ auf dem Index!

27.01.11 – 19:02 Uhr
Das HipHop-Album „Neonschwarz“ der beiden Rapper „Johnny Mauser & Captain Gips“ wurde im Dezember von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert und darf nicht mehr beworben oder vertrieben werden. Dass es sich dabei um keine „gewöhnliche“ Indizierung handelt, wird schnell deutlich.

„Gewöhnliche“ Indizierungen werden vorgenommen, wenn Tonträger jugendgefährdende Inhalte transportieren und z.B. gewalt- oder drogenverherrlichend sind. In diesem Fall liegt dies aber nicht vor, und es kann vielmehr von politischer Zensur gesprochen werden.

Im Juli 2010 releasten die beiden ihr erstes gemeinsam Album mit dem Titel „Neonschwarz“. Die dreizehn Tracks stellten sie auf ihren Homepages www.captaingips.com und www.johnnymauser.com zum freien Download zur Verfügung. Wir halten das Album für sehr gelungen, thematisch sprechen sie auf der Platte unterschiedliche Themen an, jedoch schaffte es nur ein Song in die etwas breitere Öffentlichkeit: „Flora bleibt“. Dieser Track beschreibt das Szenario, welches eintreten kann, falls die Rote Flora in Hamburg 2011 tatsächlich geräumt werden sollte. Die Flora stellt einen der letzten Orte abseits kapitalistischen Alltagswahnsinns in Hamburg dar und bietet einen Raum für viele kulturelle, soziale Projekte und Initiativen. Sie rufen mit diesem Lied nicht zu Gewalt auf, sondern zeigen vielmehr, wie sich die Wut auf den Straßen, vergleichbar mit dem Ungdomshuset in Kopenhagen 2007, entladen würde.

Stutzig konnte mensch zum ersten Mal werden, als die Hamburger Morgenpost und anschließend Bild, Welt usw. die beiden MC’s als Anstifter zum „Krawall in der Schanze“ in den Fokus der Öffentlichkeit brachten, da sie einen Flora-solidarischen Track geschrieben haben, der vermutlich auch jetzt Grund für das Verbot des gesamten Albums ist. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass dies vom Hamburger Verfassungsschutz lanciert wurde, der Stimmung gegen Flora und Schanzenfest machte.

Was steckt hinter dieser Repression? Mitglieder der HipHop-Szene waren verwundert, dass es die beiden Rapper traf, da sie gehaltvolle und vergleichsweise harmlose Texte schreiben. Wenn mensch sich ein paar HipHop-Tracks unserer Zeit anhört, stolpert er nämlich über tausende Zeilen, die vor Gewalt, Sexismus und Homophobie nur so strotzen, in denen zu Mord, Vergewaltigung oder Rassismus aufgerufen wird. Nun sind es aber merkwürdigerweise Johnny Mauser und Captain Gips, die in ihrer künstlerischen Freiheit drastisch eingeschränkt werden und ihre Musik nicht mehr verbreiten dürfen? Das ist skandalös bis lächerlich!

Zu plump und durchsichtig ist die Masche derer, die die gesellschaftliche Grundordnung, in der es primär um die Erhaltung von Privilegien und den reibungslosen Ablauf auf dem Wirtschaftsmarkt geht, zementieren wollen. Kritik daran versuchen sie zu delegitimieren, indem sie z.B. linke, sozialkritische Texte mit neofaschistischer Propaganda gleichsetzen und kreativen Menschen, die auf dem Weg sind, Gehör zu finden, den Mund verbieten. Wir könnten kotzen! Ist das eure Demokratie? Wenn zwei Rapper in ihren Songs globale soziale Rechte für alle Menschen einfordern und dann verboten werden? Die beiden Musiker sind ein Teil der Linken, der nun auch unter Extremismusquatsch, Diffamierung und Repression zu leiden hat und empfehlen für die nähere Beschäftigung mit dem Thema „Extremismus“ die Seite inex.blogsport.de.

Eine Frage zu guter letzt: Glaubt ihr wirklich, dass dieser Schritt geschickt war und nun kein Mensch mehr diese Rap-Musik hört? Wir denken, dass durch solche repressiven Maßnahmen diejenigen noch wütender gemacht werden, die die Gesamtscheiße aus Profitgier, Krieg und Unterdrückung nicht mehr aushalten. Eines ist klar: Mauser & Gips sollten am Start bleiben, genauso wie die Rote Flora in Hamburg! Solidarität mit Johnny Mauser und Captain Gips!

SaltCityAntifas, Januar 2011

zur Quelle

Wir werden uns in Sachen aktive Solidarität etwas überlegen – checkt den nächsten Newsletter!

DER PROTEST GEHT WEITER !!!

Auch zum nächsten Heimspiel am 29.01.11, wird sich die „Sankt Pauli Mafia“ weiterhin am Protest “ BRING BACK SANKT PAULI“ beteiligen. Für uns sind bislang KEINE Fortschritte in Bezug auf die SR-Petition von Vereinsseite zu erkennen, nur Absichtserklärungen bzw. warme Worte zur Beruhigung der Masse.

WIR LASSEN UNS NICHT EINLULLEN !!!

WIR FORDERN TATEN, TATEN, TATEN !!!

Der Protest geht weiter, laßt uns auch gegen Köln das Millerntor in tiefes rot tauchen !

Voran JOLLY ROUGE !!!

Auf gehts in den Süden

Es ist Sonntag der 23.01,. als ich mich um 2:10 Uhr aus Münster mit dem Zug in Richtung Köln aufmache, denn ich habe heute den weitesten Anreiseweg bis zu unserem Treffpunkt. Als ich an diesen angekommen war und die bekannten Gesichter und unsern Bus gesehen habe, freute ich mich um so mehr auf das heutige Spiel. Nachdem wir an dieser Arena angekommen waren, warteten wir noch etwas, bis wir uns in den Block begaben und ich unser Banner aufhängte.

Nach einem Vorprogramm, das in fast jedem Stadion geliefert wird, fing endlich das erste Auswärtsspiel dieses Jahres an.
Die ersten 15 Minuten fand das Spiel in der Hälfte von unsern FCSP statt. Nach einen Freistoß der TSG in der 23. Minute haut Salihovic den Ball knapp übers Tor. Nach einem Foul in der 29. Minute und dem drauf folgenden Freistoß netzt Marvin Compper für Hoffenheim ein!
Doch keine 4 Minuten später ist es Kruse, der Hoffenheims Torhüter zu seiner ersten großen Prüfung schickt, worauf eine Ecke folgt, aus der der FC nix macht.

Nach dem Seitenwechsel hätte Lehmann fast ein Eigentor geschossen, aber Kessler klärt den Ball zur Ecke ab. In der 52. Minute dann der Ausgleich zum 1:1 durch Kruse. Der zuvor einen super Pass auf Boll gespielt hatte und über den Umweg von Asamoah zurück zu Kruse kam.
2 Minuten später war Alaba vorm leeren St Pauli Tor, aber schießt den Ball nicht rein!
Nach einer Flanke von Kruse auf Takyi, der aus guten 18 Metern aufs Tor schießt, und dabei die Latte trifft, sind es nur noch 15 Minuten bis zum Ende des Spiels. Da muss doch noch was drin sein, dachte ich mir. Dann in der 82. ist es Asamoha, der uns in Führung bringt, nachdem er eine Flanke von Oczipka bekommen hatte.
Leider musste es ja passieren, dass die Hoffenheimer in der letzten Spielminute wieder zum 2:2 ausgleichen mussten und wir dadurch mal wieder keinen Sieg in Süden holen konnten.

Nach einer durchgemachten Nacht und den guten DVD’s auf der Rückfahrt war ich froh, dass wir wieder zurück in Köln waren und ich bei Bekannten schlafen konnte.
Als ich mich dann auf den Rückweg im der Bahn gemacht habe, freute ich mich schon auf das nächste Spiel und war auch noch glücklich, dass ich den nächsten Tag auch frei hatte und ausschlafen konnte.

Forza Sankt Pauli

Hurri SPM

SPRUCHBANDERKLÄRUNG

Bei den Überlegungen, wie wir uns als Gruppe bei den Protestaktionen rund um Jolly Rouge einbringen könnten, kamen wir auf die Idee eines „Tapeten-Tickers“: in Anlehnung an das LED-Laufband, das uns beim Heimspiel gegen Mainz die Laune verdarb, wollten wir beim Heimspiel gegen Freiburg in zügiger Abfolge mehrere kurze Tapeten zeigen.

Eingeführt wurde unsere Aktion mit +++ DER ST. PAULI FAN-TICKER VON BRAUN.DE +++

+++ DAS IST NICHT MEIN MARKETING! +++ ironisiert den inflationär gebrauchten Spruch „Das ist nicht mein Pauli“ und dient als Einleitung für die folgenden Kritikpunkte.

+++ BUSINESS-SEATS: RÜCKBAU – SOFORT! +++
Der Antrag auf Rückbau von Business-Seats wurde auf der JHV mit großer Mehrheit abgelehnt – worauf sich Vizepräsident Stenger in seiner Pressekonferenz gerne berufen hat. Abgelehnt wurde der Antrag aber eher wegen der schlechten Vorbereitung, nicht, weil eine Mehrheit den Ablick der großen Anzahl häufig leer bleibender Sitze so klasse findet. Die Forderung nach Rückbau der teuren Business-Seats zugunsten bezahlbarer Sitzplätze auf der Haupttribüne bleibt also bestehen.

+++ LIEBER ALTES SUSHI – ALS KALTE „KATZE“ +++
Vermutlich ist beides gleich eklig. Mit der Präsentation des Calimocho-Ablegers als „offiziellem“ Getränk des FC Sankt Pauli und der damit verbunden sexistischen Werbung hat das Marketing gegen die Interessen der Fans und gegen die Leitlinien verstoßen.

+++ L E D OOF +++
Spricht für sich.

Mit +++ SUSI, BITTE PACK DIE BRÜSTE EIN! +++ haben wir das Kapitel um die Kritik an der Vermietung einer VIP-Loge an die Betreiberin einer Erotikbar eingeleitet und uns eines Songtitels von Fettes Brot bedient – die als Fans ja selbst oft genug am Millerntor sitzen.

+++ OOPS, YOU DID IT AGAIN! +++ bezieht sich auf den Verstoß der Mieterin gegen die Auflagen und zitiert eine Sängerin, welche den Mechanismus „Sex sells“ aus eigener Erfahrung kennt.

+++ STANGE RUNTER! +++ ist neben der direkten Aufforderung an die Mieterin der VIP-Lounge auch eine Anspielung an diejenigen, die sich in der Süd immer gerne darüber beschweren, dass die Fahnen ihnen die Sicht nehmen. Bei den supercoolen Ultràs wollen sie aber trotzdem stehen.

+++ MEESKE: HÖRST DU DIE SIGNALE? +++ Als Geschäftsführer zeichnet Michael Meeske für all das verantwortlich, was wir beim Marketing kritisieren. Der Griff in die Arbeiterkampfklamottenkiste musste einfach sein, weil die Mobilisierung der Fanmassen am Millerntor zu revolutionsromantischen Gedanken verführt.

Mit einem Zeile aus Grandmaster Flashs Klassiker The Message begann unser „Droh“-Kapitel:
+++ DONT PUSH US AS WERE CLOSE TO THE EDGE +++

Wenn der Verein fortwährend gegen die auf dem Fankongress vereinbarten Leitlinien verstößt – wieso sollen wir uns dann an die Stadionordnung halten?
+++ LEITLINIEN EGAL?+++ +++ STADIONORDNUNG AUCH! +++

+++ WER NICHT HÖREN WILL – MUSS FÜHLEN! +++ kann dann jede_r nach Belieben interpretieren :)

Was wir in letzter Zeit bei unserem Verein vermissen, hat die großartige Aretha Franklin so ausgedrückt: +++ R.E.S.P.E.C.T.! +++

Den Mobilisierungs-Endspurt haben wir mit unserem eigenen Slogan eingeleitet – den italienischen Begriff haben wir gewählt als Reminiszenz an den italienischen Widerstand und den italienischen Support-Stil:
+++ RESISTENZA SANKT PAULI +++

Solidarität mit der „Roten Welle“ und eine klassische Aufforderung zum Widerstand haben wir mit einer roten Tapete gezeigt: +++ AVANTI O POPOLO! +++, um mit der Forderung zu schließen, die an diesem Tag alle Teile des Stadions vereinte: +++ BRING BACK SANKT PAULI +++

Dankeschön an den Magischen FC für die Nutzung der Fotos!

JOLLY ROUGE !!!

Hier nur ein paar Eindrücke von der Protestaktion “ BRING BACK SANKT PAULI“ am 15.01.2011 zum Heimspiel gegen Freiburg !

Und der Vereinsführung sei gesagt, WIR können noch viel mehr !!!
Das war erst Level 1 !

RESISTENZA SANKT PAULI

FORZA JOLLY ROUGE

Der „Tapeten-SMS-Ticker“ stammt von uns, eine Spruchbanderklärung wird es im nächsten Newsletter geben. Also abonnieren : zum Newsletter

DEMOAUFRUF

Demo: 18 Uhr Südkurvenvorplatz

Liebe Fanclubs und Fans des FC Sankt Pauli!

Einige AnhängerInnen des FC Sankt Pauli und StadtteilaktivistInnen haben für Samstag eine Kundgebung bzw. Demonstration angemeldet.
Wir können natürlich die Befürchtungen verstehen, die Demo sei zu früh. Wir haben all die Einwände aus dem Forum (oder von befreundeten Fanclubs) berücksichtigt, haben sie etliche Male durchgesprochen und wir konnten trotzdem nicht anders. Uns ist die Sache einfach zu wichtig. All das was wir am Verein und Viertel lieben und mögen sehen wir zunehmend verschwinden. Wir sehen die gerade kurzfristig entstandene Energie in der Fanszene, dazu das gemeinsame Symbol des Jolly Rouge mit dem knackigen Label „Bring Back Sankt Pauli“ und denken uns dabei: Wenn nicht jetzt, wann denn dann?

Bewegungen und große Ereignisse sind immer von Spontanität geprägt. Manchmal muss man sich auch mal aus der Deckung wagen, um das zu Behalten was man so sehr liebt. Lasst uns dies gemeinsam tun!

Wir haben uns zu dem Demo-Verlauf einige Gedanken gemacht. Natürlich soll auch hier zuallererst der Protest rund um unseren Verein im Vordergrund stehen. Deshalb besteht die Idee, die Demonstration in zwei unterschiedliche Protestformen zu teilen, die sich dann wieder unter dem gemeinsamen Slogan „Bring Back Sankt Pauli“ vereinen.
Auf dieser Grundlage schwebt uns vor zuerst eine Kundgebung auf (bzw. vor) dem Südkurvenvorplatz abzuhalten. Hier soll ganz klar der Adressat das Präsidium sein und auf der Kundgebung wird allein die Situation beim FC Sankt Pauli thematisiert. Lasst uns dem Präsidium auch hier zeigen wie viele wir wirklich sind!
Der zweite Teil ist dann eher als eine Art Demonstration gedacht, wo dann der Fokus primär auf den Stadtteil gelegt wird. So steht es jedem frei, ob er nach der Kundgebung mit einem Meer aus roten Fahnen durchs Viertel ziehen will.
Lasst uns gemeinsam das Unmögliche möglich machen und uns nach den Sternen greifen!
Bring Back Sankt Pauli – Reclaim your Club and your Viertel!

Einige aktive Fans des FC Sankt Pauli

Quelle: St. Pauli-Forum

Wir schließen uns dem Demoaufruf an und werden nach dem Heimspiel an der Kundgebung teilnehmen.
Unsere Abfahrt aus Hamburg verzögert sich dadurch um eine Stunde.
Wir haben einen neuen Aufkleber im Gepäck:

Diesen und weitere Sticker, sowie unser Fanzine „Zeckenbiss“ könnt ihr am SPM-Bus bekommen, Parken HGF, Südkurve Ecke Gegengerade, höhe Eingang Südkurve.

Auch im Gepäck, den „Fanladen-Supporter-Button“ 2 Euro = 100% Fanladen !!!