RSL – „Kiezclub in den Kiez!“

Hiermit dokumentieren wir einen Aufruf des RSL (Roter Stern Leipzig) und drücken die Daumen für einen Erfolg der Kampagne – nicht zuletzt mit euren Unterschriften:

Aufruf Teichstraße

Kiezclub in den Kiez!
Roter Stern Leipzig in die Teichstraße!
Unterstützt die Vergabe der Sportstätte „Teichstraße“ an Roter Stern Leipzig ’99 e.V. (RSL)

Wie schon länger bekannt und nun durch die Medien (L-IZ vom 27.8.2016 und LVZ vom 10.09.2016) öffentlich geworden, löst sich der bisherige Pächter „SV Azubi Leipzig e.V.“ der Sportanlage „Teichstraße“ in Connewitz zum Jahresende auf und hat aus diesem Grund den Pachtvertrag zum 31.12.2016 gekündigt. Die Stadt Leipzig wird das Sportgelände neu ausschreiben.

Für die anstehende Vergabe der freiwerdenden Fläche, ist Roter Stern Leipzig 99 e.V., die passende und einzig nachhaltige Option.

Der RSL ist seit seiner Gründung am 01. Februar 1999 im Conne Island, personell und strukturell mit zahlreichen Connewitzer Projekten, Initiativen, Kulturräumen, Schulen, Gewerbetreibenden (und vielen mehr) sehr eng verbunden.

Von Anfang an strebte das Projekt gemäß seiner ideellen Verwurzelung auch nach einem Sportplatz im Herzen des Stadtteils Connewitz, indem ein Großteil seiner Mitglieder lebt. Verschiedene und aufwändige Bemühungen, die über Jahre hinweg zu diesem Zweck unternommen worden, waren bisher vergeblich (beispielsweise die „Platz Da!“ Kampagne 2006). So musste sich der RSL mit Plätzen außerhalb Connewitz‘ begnügen, die mit viel Eigeninitiative und Förderungen aufgewertet und nutzbar gemacht wurden.

In den letzten Jahren verzeichnete der Verein einen Mitgliederzustrom Sondergleichen (Durchschnittlich über 100 neue pro Jahr) so dass die tausender Marke in kürze überschritten sein wird (aktuell: 970. stand: 05./09./2016). Allein im Bereich Fußball spielen in den 17 Jugendteams über 300 und in den acht Erwachsenen Teams 250 Aktive. Der Rote Stern bietet 14 weitere Sportarten an, wie beispielsweise Volleyball, Radsport, Tischtennis, Basketball oder Tennis, auch diese wachsen enorm. Bereits jetzt ist zu konstatieren, dass die Plätze außerhalb Connewitz‘ nicht mehr genügen.

Mit dem RSL als Kiezclub und großem Sportverein und der Teichstraße gibt es die Möglichkeit einen einmaligen Sportplatz Connewitz zu schaffen, der weitere Vereine, Initiativen, Schulen, Projekte und andere SportlerInnen im Kiez einbindet (insbesondere auch die ehemaligen NutzerInnen bei SV Azubi) und die Anlage mitten im Stadtteil, durch kulturelles und soziales Engagement über den Sport hinaus, neu zu beleben.

Deshalb jetzt: Kiezclub in den Kiez
RSL in die Teichstraße!

Quelle
PETITION an die Stadt Leipzig

ProFans-Pressemitteilung zu Betretungsverboten

ProFans - OHNE UNS KEIN KICK!

ProFans kritisiert doppelte Bestrafung von Fußballfans durch hohe Bearbeitungsgebühren für Aufenthaltsverbote

ProFans weist auf die Praxis hin, mit den Bescheiden für sogenannte „Betretungsverbote“ hohe Bearbeitungsgebühren zu erheben.
Dies stellt eine doppelte Bestrafung dar, indem die Betroffenen nicht nur in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden, sondern die Bearbeitungskosten für das Verbot auch noch selbst tragen müssen.

In den letzten Jahren findet verstärkt das Instrument des Aufenthaltsverbotes als präventive Maßnahme Anwendung. Eine juristische Einführung und Bewertung ist von der AG Fananwälte verfasst worden(1) und in diesem Zusammenhang erscheint insbesondere folgender Absatz relevant:

„Die Gefahrenprognose wird stattdessen auf vermeintliche Erkenntnisse aus polizeilichen Datenbanken gestützt, in denen präventiv polizeiliche Maßnahmen wie beispielsweise Personalienfeststellungen gespeichert werden. Diese Maßnahmen ihrerseits beruhen oftmals auf „Erkenntnissen“ der Polizeibeamten, die die Qualität ordnungsbehördlicher Befindlichkeiten kaum übersteigen.“

In der Praxis heißt das, dass die „Szenekundigen Beamten“ bei den jeweiligen Stadtverwaltungen oder Polizeipräsidien, gestützt von Erkenntnissen aus der Datei Gewalttäter Sport(2) oder der sogenannten SKB-Datei, ein Aufenthaltsverbot für Personen fordern, die ihrer Einschätzung nach eine Gefahr darstellen. Erfahrungen zeigen, dass diesen meist ungeprüft Folge geleistet wird. „Dies bedeutet für die Betroffenen einen extremen Einschnitt in ihrer Bewegungsfreiheit, insbesondere dann, wenn ein Aufenthaltsverbot bei Heimspielen verhängt wird.“, sagt Jonas Negenborn von ProFans.

„Vollkommen absurd wird das Ganze, wenn von Aufenthaltsverbot betroffenen Fußballfans eine Rechnung der Stadt-/ bzw. Gemeindeverwaltung zugeschickt wird, in welcher diese Verwaltungsgebühren für den Vollzug der Maßnahme verlangen.“, ergänzt Negenborn.

Bis jetzt sind diese Fälle bei Maßnahmen in Bayern und Baden-Württemberg bekannt. Ihre rechtliche Grundlage finden die Gebühren in den Satzungen der Städte, weshalb diese unterschiedlich hoch und unabhängig von der Einkommenssituation der Betroffenen ausfallen. Zum Beispiel fordert die Stadt Sandhausen 55 Euro, die Stadt Freiburg 105 Euro und die Stadt Nürnberg 155 Euro. Dies stellt eine zusätzliche finanzielle Belastung nicht nur für junge Fußballfans dar, deren Verhängung weder von der Entscheidung eines Gerichts abhängt, noch in direkter Folge auf eine „Straftat“ erfolgt, sondern rein durch eine präventive polizeiliche Maßnahme entsteht. Einspruch lässt sich nur gegen das Aufenthaltsverbot, nicht aber gegen die Gebühr an sich einlegen.

ProFans fordert ein Umdenken bei der Vergabe von Aufenthaltsverboten und weist die Praxis damit einhergehender Gebührenforderungen vehement zurück.

ProFans im November 2016

(1)
(2)

Veranstaltungshinweis


Auf Einladung des Zeckensalon und von St.Pauli Roar ist Ralf Heck, Blogger und Autor von „Zwischen Eigentor und Aufstand. Ultras in den gegenwärtigen Revolten“ in der Zeitschrift Kosmoprolet, am kommenden Donnerstag, dem 17. November um 19:30 Uhr zu Gast in den Fanräumen.

Infos:
footballuprising
Zeckensalon
St. Pauli Roar
Rezension von „Zwischen Eigentor und Aufstand. Ultras in den gegenwärtigen Revolten“ bei Zeckenbiss online

Wie geht’s weiter, FCSP?

Trist, nicht wahr? Passte aber wie die Faust aufs Auge auf der Rückfahrt von der Auswärtsniederlage in Sandhausen.
Wie es weitergehen soll? Wissen wir ehrlich gesagt auch nicht. Hoffen aber darauf, dass unsere Vereinsleitung vernünftig und fair genug ist, um eben nicht den im schnelllebigen Fußballgeschäft gängigsten Weg zu gehen und den Trainer zu schassen. Einen Trainer, der ohne jedes Kultgetue perfekt dem entspricht, was unseren Verein und seine Fanszene ausmacht.

Azadi Deniz Naki

Beim Heimspiel gegen Wismut Aue hing erstmals unser Aktionsbanner „Azadi Deniz Naki“ am Zaun der Nordkurve. Der wegen angeblicher Terrorpropaganda angeklagte ehemalige Spieler unseres Vereins steht für uns stellvertretend für alle von der türkischen „Justiz“ und „Regierung“ Verfolgten und Angeklagten – seien es Journalist*innen, Politiker*innen oder in den kurdischen Gebieten lebende Menschen.

Danke fürs Foto.

Mehr Pyro! Mehr Riots!

Gepflegtes Kragenplatzen bei Zeckenbiss online anlässlich Äußerungen von Deutscher Polizeigewerkschaft und RB Leipzig-Vorstand.

Und schon wieder montags quer durchs Land …

Im Grunde könnten wir unseren vorletzten Beitrag hier wieder reinsetzen, denn erneut „auf Wunsch der beteiligten TV-Partner“ – so heißt es im Begleitschreiben der DFL zur Terminierung unseres Heimspiels gegen den 1. FC Nürnberg –, dürfen dessen Fans also am Montag vor Allerheiligen 1220 km durchs Land reisen. Sch…egal, dass es diesmal nicht uns direkt, sondern eine nicht gerade mit uns befreundete Fanszene trifft – die Problematik ist für uns alle dieselbe. Außerdem dürfen wir eine Woche später ran und insgesamt 1030 km nach Würzburg fahren, wollen wir unser Team dort vor Ort unterstützen. Schade nur, dass DFL und TV-Partner letztlich von unserer Anhänglichkeit der Mannschaft gegenüber profitieren und das immer weiter ausnutzen und ausbauen werden.

Foto: KleinerTod

„Fankultur und Rechtsextremismus nicht vereinbar“

ProFans - OHNE UNS KEIN KICK!

Pressemitteilung

ProFans hat erfahren, dass es in Berlin im Zuge der Wahlen zum Abgeordnetenhaus erneut Plakate der rechtsextremen NPD gibt, mit denen die nationalistische Partei versucht, sich durch das Thema „Fankultur“ bei Fußballfans zu profilieren. Auf dem Plakat steht wörtlich „Pyrotechnik nicht kriminalisieren“ und „Fankultur erhalten“. Die NPD greift damit grundsätzliche Forderungen und Formulierungen der Arbeit von ProFans und weiteren fanpolitisch aktiven Organisationen und Gruppen auf.

Das deutliche Erstarken des Rechtsextremismus und Rechtspopulismus in der Gesellschaft ist sehr besorgniserregend und gefährlich. Alle Teile der Gesellschaft sind daher aufgerufen, in ihren Bereichen Widerstand zu leisten und Weltoffenheit, Mitmenschlichkeit und Toleranz zu verteidigen.
Der Wirkungsbereich von ProFans sind die Fußballstadien des Landes. Hier sind die Fans aufgerufen, sich gegen Rechtsextremismus und -populismus zu positionieren und engagieren.

Offenbar versucht die NPD erneut nicht nur rassistische Fußballfans für ihre Partei zu gewinnen, sondern auch bei Fans, die sich als „unpolitisch“ bezeichnen, Sympathisanten zu gewinnen. Während andere Parteien Fußballfans hauptsächlich als Sicherheitsrisiko behandeln und nutzen, wählt die NPD bewusst Slogans der aktiven Fanszene und Ultràbewegung. ProFans-Sprecher Jakob Falk: „Wir betonen unablässig, dass Rechtsextremismus mit unserer Fankultur nicht vereinbar ist. Nazis und Rassisten sind Feinde unserer aktiven, kritischen, lautstarken und bunten Fankultur. Wer rechts wählt,wählt gegen unsere Fankultur.“

Es ist zu vermuten, dass die NPD im Wahlkampf auch wieder vor Stadien auftauchen und ihre ideologischen Flyer verteilen wird. „Alle Fußballfans sind aufgerufen, sich gegen diese Einmischung von rechts in die Fankultur zu wehren. Lasst Euch nicht blenden! Entsprechende Versuche der Nazis vor den Stadiontoren müssen verhindert werden“, sagt Sig Zelt, Pressesprecher von ProFans.

ProFans ruft zur Solidarität mit allen antirassistisch engagierten Fußballfans auf. An vielen Standorten gibt es aktive Gruppen und Projekte, die sich gegen Diskriminierung einsetzen und sich z.B. um die Unterstützung von geflüchteten Menschen bemühen. „Die bestehenden antirassistischen Strukturen und Gruppen müssen dringend gestärkt werden. Aktive Fans in den Stadien dürfen mit ihrem Engagement nicht allein gelassen werden. Sie müssen gegen Angriffe von rechts geschützt werden und brauchen mehr Handlungsspielräume. Die Verantwortlichen der Verbände, Vereine, der Polizei und Politik sollten bedenken, dass viele der bestehenden Repressionen gegen Fußballfans auch ihr antirassistisches Engagement stark beeinträchtigen“, sagt Jakob Falk.

Für ProFans gilt bei diesem Thema nur ein Motto:

Kein Fußball den Rassisten!

ProFans im August 2016

„… auf Wunsch des TV-Partners …“

… findet unser erstes Spiel der Saison 2016/17 am kommenden Montagabend in Stuttgart statt – 656 km vom Heiligengeistfeld entfernt. Macht also für diejenigen aus Hamburg, die unser Team vor Ort unterstützen wollen, mindestens 1 Tag Urlaub nehmen und 1312 km fahren müssen. Die Begründung der DFL für diese Terminierung lautet (ebenso wie für die Begegnung FC Schalke 04 – FC Bayern München am 9.9.): „Diese Ansetzung erfolgt aufgrund des Wunsches der TV-Partner.“

Das lässt zwei Schlüsse zu: entweder ist die DFL trotz ihrer Gesprächsangebote an uns Fans und versuchter Federführung einer neuen AG Fanbelange nicht der zuständige Ansprechpartner für unsere Interessen oder sie versteckt sich hinter TV-Partnern, Polizei oder Stadionkonzerten und macht einen auf Hände in Unschuld waschen. Gespräche machen da keinen Sinn mehr.

Foto: KleinerTod

Es ist vollbracht !

Farbe wohin das Auge blickt, ob Südkurve, Gegengerade oder nun auch die Nordkurve, die Wände erstrahlen in braun-weiss-rot ! Mit eindeutiger Botschaft !


SÜDKURVE


GEGENGERADE


NORDKURVE mehr dazu auf der Facebookseite von Nord Support



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