Neue Support-Kampagne für Geflüchtete

BAFF und FSE rufen zur Flüchtlingshilfe-Kampagne „Second Fan Shirt“ auf!

Spendet Eure Fanartikel für Refugee-Initiativen!
Ihr kennt das ja sicherlich: Die Wohnung und der Keller werden immer voller, weil man einfach nichts wegschmeißen kann. Da sammeln sich alte Shirts, Schals, Mützen und Trikots, tausende Fanzines, Tassen, die man irgendwo mal beim Hoppen gekauft hat.
Wir haben jetzt eine Idee, wohin damit: Spenden!

Was wollen wir erreichen?
Viele unserer Mitglieder und viele befreundete Fangruppen und Fanprojekte sind bereits in den letzten Jahren auf dem Gebiet der Geflüchteten-Hilfe sehr aktiv gewesen. Sei es, dass sie Gelder für lokale Initiativen gesammelt haben, Kleidersammlungen durchgeführt haben, Informationsveranstaltungen zu den Problemen von Refugees organisiert haben, geflüchteten Menschen einen Spielbesuch ermöglicht haben oder ähnliches. Als Teil der Europaweiten Kampagne „SECOND FAN SHIRT“ von Football Supporters Europe (FSE) und von BAFF in Deutschland organisiert, möchten wir Refugee-Fußball Projekte auch finanziell unterstützen. Wir sammeln in ganz Deutschland nicht mehr benötigte Fanartikel, werden diese verkaufen und die Erlöse zu 100 Prozent Flüchtlingsinitiativen zukommen lassen. Die europaweite Kampagne startet am 21.Oktober und soll zunächst einmal bis Ende des Jahres laufen, bei großer Resonanz würden wir aber gerne ein längerfristiges Projekt daraus machen.

Wie und wo könnt ihr helfen?
1. Spenden: Wir sammeln alles, was für andere Fans noch einen Wert haben könnte: alte (und neue) Trikots, Shirts, Pulli, Mützen, Fanzines, eben den ganzen Krempel an Fanartikeln, die ihr noch herumliegen habt. In den kommenden Wochen könnt ihr diese dann bei dezentralen Sammelstellen (Fanprojekten / Ultraständen / Fanhäuser) überall in Deutschland spenden.

2. Sammlungen in euren Städten / Stadien: Wenn ihr auch eine solche Sammelstelle einrichten mögt: Schreibt uns eine Mail an endi@aktive-fans.de

3. Sprecht eure Vereine an: Wir werden auch Profivereine anschreiben, ob sie etwas zu unserer Aktion beitragen wollen, sei es durch Sachspenden oder indem sie mit einem Artikel auf ihrer Website oder in ihrer Stadionzeitung für die Kampagne werben. Solltet ihr guten Kontakt zu eurem Verein haben, wäre es nett, wenn ihr dort um Unterstützung bittet.

Wohin geht das Geld?

Unser Ziel ist es vor allem solche Refugee-Projekte zu unterstützen, die Geflüchteten die Chance auf gesellschaftliche Partizipation mit Hilfe von Fußball in ihrer neuen Heimat ermöglichen. Als Beispiele seien hier etwa die Berliner Initiative „Champions ohne Grenzen“, der „FC Lampedusa Hamburg“ oder die Babelsberger Mannschaft „Welcome United 03“ genannt. Wenn ihr ähnliche Projekte kennt, die auch immer Geld gebrauchen können, könnt ihr diese uns gerne vorschlagen.

Spenden per Post:
Sachspenden nehmen wir auch gerne auf dem Postweg entgegen.
Sendet eure Fanartikel bitte an:
Football Supporters Europe (FSE)
Lippmanstr.57
22769 Hamburg
Tel.: 040 370 877 51
Mail: info@fanseurope.org

Refugees welcome!
BAFF & FSE im Oktober 2014

Infos 1
Infos 2

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Empfehlung unserer Gruppe:
Ebenfalls unterstützenswert: Second Bandshirt

Der Boykott geht weiter!

Wie ihr wahrscheinlich (nicht) bemerkt habt, waren wir als Gruppe nicht in Fürth. Der Grund dafür ist, dass wir die fanunfreundlichen Spielanstoßzeiten satt haben.

Unser Auswärtsspiel in Fürth zu „boykottieren“ war für uns als Experiment vorgesehen. Würde der Boykott überhaupt für Aufmerksamkeit sorgen? Würden andere Gruppen oder Fans sich anschließen? Erfreulicherweise kam dazu nicht nur Kritik sondern auch positive Berichterstattung.

Dem Boykott des Fürth-Spiels schloss sich in unserer Gruppe eine Diskussion an – wie wollten wir mit dem Thema weiter umgehen? Auch wenn sich niemand darüber freut 2 Tage Urlaub nehmen zu müssen für 90 Minuten Fußball, der genauso leicht auf einem Wochenende ausgetragen werden könnte, gab es bei uns unterschiedliche Meinungen. Manche waren bereit, alle Montagsspiele zu boykottieren, andere wollten nach wie vor hin. Unsere zusammengefasste Meinung lautet:

Montage sind scheiße!
Ob für Ultras, Kutten oder Fans – Fußball ist ein Hobby. Deswegen sollte es zu einem Zeitpunkt stattfinden, an dem die Menschen Freizeit haben. Für die meisten ist das am Wochenende. Freitag um 18 Uhr auswärts in Unterhaching ist auch nicht das leichteste Spiel zu erreichen, aber da hat man in der Regel den Samstag frei, muss sich also vielleicht nur den halben Freitag frei nehmen. Montagsspiele erfordern meistens 1 bis 2 Tage Urlaub. Deswegen bleiben Montagsspiele in unseren Augen das Hauptproblem.

300km-Regel einhalten!

Wir sind nicht grundsätzlich gegen Fußballübertragungen im Fernsehen. Wir sehen durchaus, dass heutzutage die Stadiongänger eine Minderheit sind im Vergleich zu den Millionen von Menschen, die lieber Fußball vom Sofa aus oder auf dem Handy schauen wollen. Montagsspiele sind wahrscheinlich nicht mehr abzuschaffen. Aber die Forderung von „Pro Fans“ nach einer 300km-Regel u.a. für Montagsspiele ist ein durchaus realisierbarer Kompromiss. Es würde weiterhin genug Geld durch Fernsehübertragungen generiert werden können und Ultras sowie andere Vielfahrer*innen würden weniger belastet. Die Einhaltung der 300km-Regel wäre außerdem ein positives Signal für den stagnierenden Dialog zwischen Fans und Verbänden.

Andere Proteste haben nichts verändert!
Auch bei unserem Verein gab es vielfältige Proteste gegen Montagsspiele und wir erinnern uns an die Zeit, als es keinen Tifo gab, an die Luftballonaktion oder die gelben Schilder gegen DFL und Sport1, welche die ganze Südkurve füllten. Aber Montagsspiele finden weiterhin statt ohne Rücksicht auf die Entfernung, deswegen sind wir der Ansicht, es braucht eine andere Form des Protestes.

Aber ihr seid so wenig …
Es gibt keine Garantie, dass unser Versuch nicht genauso ineffektiv sein wird wie unser Boykott des Fürth-Spieles. Kritiker*innen unseres kleinen Haufens können nach wie vor darauf hinweisen, wie wenige wir sind, wie unauffällig unser Boykott ist und dass es doch in erster Linie darum gehen muss, unser Team zu supporten. Alles richtig, aber den Status Quo bzw. die Entwicklung in Richtung Montags-Dienstags-Mittwochs-Donnerstagsspiele einfach zu akzeptieren, erscheint uns auch nicht als die richtige Lösung. Bis zum Ende dieser Saison 2014/2015 werden wir alle auf einen Montag gelegten Auswärtsspiele boykottieren, die weiter als 300 km von Hamburg entfernt sind.

Montagsheimspiele und Pokalspiele werden wir weiterhin besuchen, egal wie weit wir oder die Auswärtsfans reisen müssen. Sicher eine gute Gelegenheit für manche, mit dem Finger auf uns zu zeigen. Aber Pokalspiele sind so selten, vor allem für uns vom FC Sankt Pauli, dass es kein so großes Problem darstellt wie Ligaspiele. Und auch wenn wir Montagsspiele generell scheiße finden, würde der Verzicht auf Montagsheimspiele fast schon einen kompletten Boykott bedeuten, so oft wie unser Team montags spielen muss.

Der Verzicht auf Spiele unseres Vereins fällt uns nach wie vor sehr schwer, aber wir freuen uns, wenn unsere Aktion viel Solidarität, Interesse und Öffentlichkeit hervorruft und somit einen Anstoß zur Realisierung der 300km-Regel geben könnte.

Schreibt uns oder sprecht uns an, wenn ihr Fragen, Anregungen und Kritik habt! Und wer weiß, vielleicht äußert sich ja auch jemand von unserem Verein ähnlich wie der Geschäftsführer von Hertha BSC im Sinne der Fans.

Sankt Pauli Mafia im Oktober 2014

Fotoupdate

Wir haben endlich mal aufgeräumt.

Reisewarnung – Travel Warning EU

!! Achtung – Reisewarnung !!

Vom 13.10.-26.10. findet in der gesamten EU eine Polizeioperation unter dem Namen “mos maiorum” statt. In diesen zwei Wochen werden etwa 18.000 Polizisten in enger Zusammenarbeit mit FRONTEX auf Jagd nach Menschen ohne Aufenthaltsstatus gehen. Sie wollen unsere Migrationswege herausfinden und möglichst viele von uns festnehmen.

Warnt bitte alle Menschen ohne Papiere! Vor allem in Zügen, auf Bahnhöfen, an Flughäfen, auf Autobahnen und an innereuropäischen Grenzen sind vermehrt Kontrollen zu erwarten.

Gegen die Festung Europa!
Kein Mensch ist illegal!


Reisewarnung in mehreren Sprachen

Festung Europa / Fortress Europe from Markus Wende.

OZ ist tot.


Scheiße.

RIP

FILMTIPP: Istanbul United

Antifaschistische Linke Düsseldorf lädt ein:

Filmvorführung
“Istanbul United” (89 Minuten)
mit anschließender Diskussion
mit einem der Regisseure Olli Waldhauer

WANN: 20.9.2014 um 20 Uhr
WO: Ufa Palast am HBF Düsseldorf

Der Film handelt von Ultras der drei wichtigsten Fußballvereine in Istanbul (Galatasaray, Fenerbahçe und Beşiktaş) und ihrem Wirken bei den Protesten im Gezi-Park in Istanbul im Sommer letzten Jahres gegen die Regierung Erdogan.
Anschließend wollen wir mit dem Regisseur über den Film, die Proteste und die Ultrakultur diskutieren.
Traurige Aktualität des Films: Für 35 damals protestierende Fußballfans forderte die türksische Staatsanwaltschaft Anfang September 2014 lebenslange Haftstrafen.

Freiheit für die Ultras!

Antifaschistische Linke Düsseldorf

Spruchbanderklärung FC*SP – TSV 1860 München

Mit dem abgewandelten NO TO INCARCERATION! (Nein zur Einkerkerung) zeigen wir unsere Solidarität mit den inhaftierten Carsi-Ultras von Besiktas Istanbul.
Mehr dazu z. B. bei Faszination Fankurve

Foto: USP

„Der Tag wird kommen“

Spruchbanderklärung FC*SP II vs. BTSV II

Mit den 3 Punkten für unser Team hat es in Fürth nun leider nicht geklappt, aber der Spruch steht sinnbildlich für das, was Fans auf sich nehmen müssen, wenn sie ihre Mannschaft unterstützen wollen – und zwar wie es sich gehört im Stadion und nicht vorm Bezahlfernsehen.

Gab es in den vergangenen beiden Spielzeiten bislang schon Übertragungen aufgrund von Individualverträgen, so ist Sport1 seit dieser Saison offizieller Partner der Regionalverbände und wird bis zu 20 Regionalliga-Begegnungen pro Saison ausstrahlen. Wir dürfen also mit noch mehr Spielverlegungen auf Montage und Dienstage rechnen – was der Anzahl an Zuschauer*innen bei den Spielen im Stadion sicher zuträglich ist.

SAM hat wieder zugebissen!

Im September ist es die Fanszene von Hertha BSC, die laut der Pressemitteilung von ProFans am härtesten von den Spielansetzungen der DFL getroffen wird:

ProFans verleiht Fans von Hertha BSC den Negativpreis “SAM”

Berlin, den 1. September 2014: Das unabhängige Bündnis ProFans verleiht der Fanszene von Hertha BSC den Negativpreis „SAM“ für den Monat September. Die Berliner müssen am 4. Spieltag, an einem Freitagabend zum Auswärtsspiel nach Freiburg reisen (812km) und am 6. Spieltag, am Sonntagabend nach Augsburg (596 km). Besonders zu beachten ist hierbei, dass es sich bei der Begegnung zwischen Hertha BSC und dem SC Freiburg, gemessen an Straßenkilometern, um die weiteste Entfernung handelt, die es in den ersten beiden Ligen überhaupt gibt.

Die Abkürzung SAM steht für „SpielAnsetzungsMonster“. Das SAM wird einmal im Monat vom Bündnis ProFans als Negativpreis an die Fanszene vergeben, die am meisten unter den fanunfreundlichen Anstoßzeiten leiden muss. Der Preis soll die Fanszenen zu noch mehr Engagement gegen diese unerträglichen Missstände motivieren und die Öffentlichkeit über die Problematik aufklären.

Auf den Plätzen Zwei und Drei liegen für den Monat September, im negativen Ranking der Jury von ProFans, die Fanszenen des 1. FC Union Berlin und des TSV 1860 München.

Das Bündnis ProFans fordert von der DFL in diesem Zusammenhang öffentliche Erklärungen für das Zustandekommen der nachfolgenden sehr fanunfreundlichen Ansetzungen im Monat September 2014. Wir Fußballfans sind nicht länger gewillt, solche Ansetzungen einfach so hinzunehmen.

ProFans, im September 2014

Reaktion zum Preis



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