Rassisten-Marsch verhindern!

Am 19. November 2011 sind die Rechtsextremist_innen von „Pro Köln“ erfolgreich daran gehindert worden, durch Kalk zu marschieren – einen Kölner Stadtteil mit langjähriger Arbeitertradition und seit den 60er-Jahren migrantisch geprägt. An der Blockade hatte sich eine breite Vielfalt an Menschen beteiligt, unabhängig von Herkunft, Religion oder Politisierung.
Dass es Kölner Neonazis rund um Axel Reitz am 10. Dezember (nur Dank eines riesigen Polizeiaufgebotes) gelungen ist, durch Nebenstraßen bis zum Polizeipräsidium zu marschieren, kann „Pro Köln“ nicht auf sich sitzen lassen und will am 28. Januar nun einen erneuten Versuch starten:

Kalk macht dicht! 2.0

Lieber wütend als traurig*

Versuchen wir jetzt erstmal den ganzen Mist von letzter Woche zu vergessen – die verbalen Amokläufe der Presse, die Lügen der Polizei und das miese Gefühl von Verletzlichkeit, wenn jemand in dein Zimmer eingebrochen ist – und spulen den Film zurück zu

Donnerstag, 6. Januar
Immer wieder spitze ich die Ohren, wenn im Radio „Andrea“ erwähnt wird, obwohl mittlerweile klar sein dürfte, dass nicht die Kollegin gemeint ist sondern der gleichnamige Sturm. Die Macht der Konditionierung. Auf dem Weg zum Treffpunkt macht sich „Andrea“ aber erst ab Köln bemerkbar und die Geschwindigkeit wird halt auf gut 100 km/h gedrosselt. Am Treffpunkt bleibt noch Zeit für einen Kaffee und Klönen mit Hage, die leider nicht mitfährt. B. trifft verspätet ein und wir bestaunen seine Motorhaube, die durch den Rost an Blätterkrokant erinnert.

Los geht’s.
Wir kommen zügig voran. Mein Plan, die überflüssigen Weihnachtssüßigkeiten loszuwerden, geht perfekt auf, denn die beiden D.s greifen regelmäßig in die mit voller Absicht zwischen ihnen platzierte Dose. Kontrovers wird darüber diskutiert, ob ein Kaffee auch mit Vodka gepimpt werden darf. Andere Probleme haben wir zu dem Zeitpunkt nicht.
Nach dem Einchecken im zweiten Zuhause gehen wir direkt ins Portugiesische Viertel und lassen uns fast alle vom Wirt überzeugen, die gegrillte Dorade zu nehmen. Sicher wollte er auch einfach nur seine Vitrine leer bekommen, aber der Fisch war wirklich gut.

Zur Spätvorstellung treffen wir am Cinesonstwas am Dammtor ein. Duke versucht alles, um uns davon zu überzeugen, dass „Der gestiefelte Kater“ mit Sicherheit anspruchsvoller sei als der von uns auserkorene „Blutsbrüdaz“. Keine Chance, wir wollen lieber prollig sein. Das wollten Andere wohl auch.
Das Gegröle auf der Nottreppe über uns habe ich nur als normales Verhalten angetrunkener Jungmänner eingeordnet und war dann doch etwas verblüfft, als mir eines der Exemplare an den Schal wollte. Auf fremdem Terrain ist ja eher Vernunft angesagt und weil wir die Lage und das Verhalten der Security nicht einschätzen konnten, sind wir rein in die Vorhalle. Die HSVer blieben wie nicht eingeladene Vampire draußen stehen und beschränkten sich auf verbale Eierschaukelei, die Security stürmte raus, Polizei war schnell da und alles löste sich zügig auf.
Irgendwie asi, aber trotzdem klasse die Reaktion eines Bushido-Verschnitts, über den wir uns anfangs etwas amüsiert hatten, der aber ohne Zögern nach vorne kam und nach der wohl eher rhetorisch gemeinten Frage „was willst du denn?“ einem HSVer direkt eine dengelte.
Wenn man nicht den Fehler macht, zu hohe Maßstäbe an Figurenzeichnung und Plot zu legen, ist „Blutsbrüdaz“ wirklich unterhaltsam und hat uns mehrere Einzeiler geliefert. Sido ist überhaupt nicht mein Fall, aber er kann sich selbst auf die Schippe nehmen, wozu der geschäftstüchtige homophobe Sexist eben nicht in der Lage ist.
Zurück ins Hotel, wo ich dann schließlich einschlief, während aus dem Nebenzimmer noch das Gackern der beiden D.s zu hören war.

Freitag, 7. Januar
Nicht alle aus der Gruppe kannten die Möglichkeit einer preiswerten Hafenrundfahrt mit der Personenfähre, also sind wir bei Sonnenschein und kaltem Wind runter zu den Landungsbrücken und am Fischmarkt an Bord der Linie 62 Richtung Finkenwerder und retour.

D. wollte anschließend nach einer geeigneten Kappe suchen, weshalb ich mich lieber absetzte (mit Männern shoppen gehen kann sooo anstrengend sein) und Besorgungen machte. Wieder zurück im Hotel war der Nachzügler-Wagen dann auch eingetroffen, gemeinsames Essen im Tandur und Vorbereitung fürs Hallenturnier. M. hatte erstmals die Schwenkfahne mit unserem neuen Logo dabei und wir konnten es wohl alle kaum erwarten, die endlich einsetzen zu können.

Schöner Marsch von der Haltestelle Lattenkamp zur Alsterdorfer Sporthalle, und den Einsatz von Pyro und Rauch empfand ich als gut dosiert und gelungen.
Im Grunde müsste ich etwas zum Polizeiaufgebot und -auftritt während des Marsches sagen. Leider bin ich mittlerweile wohl so dran gewöhnt (abgestumpft?), dass ich mich gar nicht mehr darüber aufregen kann.

Bis wir in der Halle waren, dauerte es etwas, was mit an den zum Teil unbedarften/inkompetenten Ordnungskräften lag.
Auf dem Weg zu den Frauentoiletten musste ich zwei Hamburger Gitter passieren, die durch einen (1) Ordner geschützt wurden. Putzig. Nein, ehrlich gesagt war das eine verdammte Fahrlässigkeit seitens des Veranstalters.

In der Halle kam es beim Banneraufhängen zu einer Rangelei, weil der übermotivierte dicke Ordner versuchte, das USP-Banner herunterzureißen. Jetzt im Nachhinein frage ich mich, ob der da diesbezüglich Erfahrung hat.
Vor unserem Block und am Rand hoch marschierte direkt Polizei in Vollmontur auf, Handschuhe an, Visiere runter. Verstanden habe ich das immer noch nicht, aber den Widerspruch alleine zwischen den Zahlenverhältnissen hat ja schon der MagischeFC deutlich gemacht.
Vorm Gästeblock habe ich keine Polizei gesehen und nur wenig Ordner. Vielleicht hätte es uns stutzig machen sollen, dass die „Gäste“fans keinerlei Material dabei hatten. Ich glaube aber, dass die wenigsten von uns gedanklich in dieser Schiene drin waren, in der sich Nazihools und Prollultras eben ständig befinden. Na ja, wieder an Erfahrung gewonnen.

Während der ersten Partie sah es so aus, als versuchten die „Gäste“fans den ersten Ausbruch. Daraufhin zogen im Block gegenüber auch mehr Security und Polizei auf.
Als auf der Tribüne links von uns die ersten Gestalten auftauchten, tickerte es bei mir im Kopf los: die wollen an die Banner – du wirst nicht rechtzeitig unten sein – da sind doch so viele von uns, warum tun die nichts? – wir müssen auf unser Material aufpassen. Es war ein richtig mieses Gefühl, untätig zuschauen zu müssen, wie das RambaZamba-Banner beim Rettungsversuch zerrissen wurde und nicht verhindert werden konnte, dass so ein Arschloch mit dem „Kein Mensch ist illegal“ abhauen konnte. Und wer ähnlich wie Herr Rauball der Ansicht ist, kein Banner rechtfertige einen solchen Aufstand/Aufwand, der ist herzlich eingeladen seine Meinung ggf. zu überdenken.

Als D. wieder neben uns stand und wegen der vollen Ladung Pfeffer nichts mehr sehen konnte, versuchte ich zur Toilette zu gelangen, um Wasser zu holen, kam aber nicht weit. Der Zugang zu den Toiletten war durch eine Polizeikette abgesperrt, aber bereits vorher bekam ich Brecheiz, Atemnot, brennende Augen und schlechte Sicht durch die Kontaktlinsen wegen des Pfeffers in der Luft. Am Getränkestand füllte man meine Becher anstandslos auf, so dass wir D.s Augen spülen konnten. Danke auch an den kompetenten Helfer!
Wir entschlosssen uns, das Material zusammen zu packen und versuchten einen Überblick zu bekommen. Auszuhalten war es nur auf der Terrasse, die aber nicht sicher genug war, weil bereits „Gäste“fans versucht hatten, von unten her einen Angriff zu starten. Das Material erwies sich wirklich als Hindernis, also beschlossen wir, dass ein paar von uns, die sich auch aktiv würden verteidigen können, die Sachen per Taxi ins Hotel zurückbringen. Zuerst wollte kein Taxi zur Halle kommen. Nachdem klar war, dass wegen der Sperrungen auch kein Wagen in die Straße würde kommen können, teilten wir uns auf. M. und ich näherten uns dem Braamkamp, und nachdem wir eine Taxe vorbeifahren sahen, holte M. die anderen, während ich die nächste vorbeifahrende Taxe auf dem Braamkamp stoppte. Material im Hotel verstaut und mit dem Taxi zurück zur Halle.
Alle standen draußen, die vielen von der Polizei Festgesetzten mussten sich weiter hinten befinden. Unsere Gruppenmitglieder versammelt und abgewartet in der Hoffnung, wir würden erfahren, wohin die Festgesetzten verbracht werden. Die Polizei wollten uns aber vorher weghaben, begann Ketten zu bilden und in unsere Richtung zu gehen.
Der Rückmarsch gefiel mir vom Sicherheitsaspekt her überhaupt nicht. Egal ob der Lübecker Scum samt HSV-Homies nun schon weg war oder nicht, sollten in solch einer Situation grundsätzliche Standards von uns allen eingehalten werden. Basisdemokratie taugt da gar nichts.
Am S-Bahnhof Lattenkamp unnötige Machtspielchen der Polizei. Meine Güte, es wäre so verdammt einfach, durch kleine Gesten für Deeskalation zu sorgen, aber in Hamburg entscheidet man sich immer wieder für genau das Gegenteil.
Der Ausgewogenheit halber: noch in der Halle an der Feldstraße inmitten einer Gruppe von eigenen Leuten einen Böller zu zünden, fand ich auch mehr als unnötig. Hätte ich denjenigen gesehen, hätte ich ihm eine geknallt.
Ineffektives Rumlungern vorm Jolly Roger. Ganz sinnlos war es aber nicht, denn wir konnten den „Bürgermeister“ aus Lüttich wieder begrüßen. Später zum Essen ins Feuerstein und dann schafften wir es wirklich noch auf die Drum‘n'Bass-Trash-Party in die Flora. Eigentlich waren der MagischeFC und ich zum „Ich gehe Electro tanzen“ verabredet, aus nachvollziehbaren Gründen hatte er sich aber nach der Halle verabschiedet und war dann im Gegensatz zu uns ja auch richtig produktiv gewesen. Trotzdem schade, dass er nicht dabei war. Uns allen tat es wirklich gut beim Tanzen abzuschalten, und 2:38 trafen mit ihrem „Kaputtmachen“ bei uns voll ins Schwarze.

Samstag, 8. Januar
Tja. Müde, Mistwetter, kein Hallenturnier, kein Internet, was also tun mit dem Tag? Aufs Miniaturwunderland hatte ich keine Lust und habe deshalb erstmal Schlaf nachgeholt. Spätes Mittagessen mit den Anderen im Tandur, anschließend Abhängen und Klönen im Gruppenraum. Mit D. im Viertel frische Luft schnappen und „Locations“ fürs Abendessen checken. Am Abend treffen wir uns alle mit dem MagischenFC auf der Reeperbahn im … (hab den Namen schon wieder vergessen). Die üblichen gruppendynamischen Prozesse führen uns später dann doch nicht ins Hafenklang, statt dessen lässt sich ein Teil der Gruppe nicht von den ganzen toten Tieren in der Haifischbar abschrecken, während wir lieber in den Irish Pub am Fischmarkt gehen. S. und ich sitzen noch beim ersten Bier (N. schon beim 2.), als die Anderen sich uns wieder anschließen und wir pub-typisch (also bei guten Gesprächen und guten Getränken) abhängen und gerade noch rechtzeitig verschwinden, bevor der Alleinunterhalter Didi loslegen kann.

Sonntag, 9. Januar
Auschecken und Brunch im Feuerstein. Der Osnabrücker hat eine wirklich blöde Tätowierung auf dem Unterarm, die so richtig in die Schiene „Kalte Muschi“ und „Susis Showbar“ passt. Die Rückfahrt verläuft ohne Probleme. Natürlich sind wir nach den Ereignissen vom Freitag alle etwas gedrückter Stimmung. Trotzdem war es ein gelungenes Wochenende, was aber nicht zuletzt auch an der Gruppe lag, die da gemeinsam unterwegs war. Danke an uns alle und let’s do it again!

Mary Read

* Mauser/Gips, „Flora bleibt“

Wer bauen kann, kann auch rappen!

Das neue Jahr begann eigentlich sehr gut. Nur 3 Tage arbeiten in der 1. Woche. Donnerstag hieß es dann endlich wieder „Hamburg wir kommen!“ Gegen 12:30 Uhr machte sich eine kleine Reisegruppe von 5 Personen auf den Weg Richtung Hamburg. An dem Wochenende sollte der Schweinske-Cup stattfinden und alle freuten wir uns auf ein Wochenende voller Party in Hamburg. Dass es anders gekommen ist, wissen eigentlich alle, aber dazu komme ich später im Text.

Angekommen in Hamburg, wieder einmal im schönen Hotel P. untergebracht, bezogen wir erstmal die Zimmer und trafen uns anschließend zum Essen gehen. Es ging zum Portugiesen, wo es für mich eine ganz frische sehr leckere Dorade gab. Ich sag euch, der Fisch hat sagenhaft geschmeckt! Anschließend wurden noch Unmengen Fotos von den Fischgräten gemacht und noch ne ganze Zeit geklönt.

Nach einem kleinen Verdauungsspaziergang am Hafen ging es kurz zum Jolly Roger und anschließend dann ins Kino. „Blutsbrüdaz“ stand auf dem Programm. Wir waren natürlich schon viel zu früh am Kino und hatten so noch einiges an Zeit um uns mit Nikotin zu versorgen. In der Ecke, wo wir standen, war eine Treppe, wo ein paar pöbelnde Kids aus dem Film „New Kids“ rauskamen, unter anderem wohl auch eine größere Gruppe von HSV-Kindern, die uns dann anpöbelten. Da wir die Größe der Gruppe nicht erkennen konnten, gingen wir erstmal in den Vorraum des Kino, um die Lage zu überschauen. Das Ganze hat sich aber schnell wieder aufgelöst und wir konnten in den Kinosaal gehen um den Film zu schauen.
Bei der Vorschau war natürlich M. schon wieder am Schlafen. Über den Film möchte ich jetzt nicht schreiben. Ich fand ihn halt sehr lustig, aber macht euch nen eigenes Bild von diesem Film. Nachdem der Film dann zuende war, ging es ins Hotel und naja da wurde dann auch geschlafen, zumindest mal ich.

Freitag, 2. Tag in Hamburg, 1. Tag des Schweinske-Cups. Um 9 Uhr ging es zum Frühstück, es war also natürlich noch viel Zeit bis zum Cup. Um 16:30 Uhr war erst Treffen. Nache einer angenehmen Dusche ging es mit der gesamten Gruppe zum Hafen. Einen kleinen Spaziergang an den Landungsbrücken bis zum Fischmarkt und von dort eine kleine Fährtour gemacht. Kann man echt empfehlen, wenn man einer Reisegruppe eine Hafenrundfahrt anbieten will, die nicht zu teuer ist. Nach der Fährtour ging es dann in Richtung Schanze. Einige mussten (wollten) noch ein paar Besorgungen machen, bevor es nachher in die Alsterdorfer Sporthalle ging. Gegen 14 Uhr trafen auch noch die 2 verbliebenen unserer Gruppe endlich in Hamburg an. Nachdem diese dann auch ihre Zimmer bezogen hatten, ging es noch etwas Kleines essen und dann ab zur S-Bahn Station Lattenkamp, wo sich alle trafen um gemeinsam zur Halle zu gehen.
Ich war echt schockiert, wieviele Bullen sich dort gesammelt hatten. Ich will jetzt aber eigentlich gar nix mehr zum Cup schreiben. Auf unserem Blog findet ihr Links, bei denen Ihr nachlesen könnt und euch darüber auch informieren könnt.

Also wir uns später am Abend dann am Jolly gesammelt haben, waren natürlich noch alle aufgebracht über die Vorfälle in der Halle und es wurde viel diskutiert. Einige wollten dann noch was essen, also ging es gemeinsam ins Feuerstein, wo Bier und leckeres Essen erstmal die Stimmung wieder gehoben haben. Am späteren Abend ging es dann auch für alle gemeinsam in die Flora zum Party machen. Drum‘n'Bass und 80er – 90er stand auf dem Plan und ich muss sagen, diese Location ist einfach der Hammer. Es macht super viel Bock dort zu feiern und ich kann es jedem, der noch nicht dort war, echt nur empfeheln. Nachdem wir dann alle gut rumpezappelt haben, ging es erstmal noch was essen, dann Getränke besorgen und für einige dann noch auf dem Holtelzimmer mit Bier und Klönschnack weiter. Gegen 5:30 Uhr entschloss ich mich dann aber auch mal zum Schlafen, zumal es ja nur bis 10 Uhr Frühstück gibt.

Samstag, 3. Tag Hamburg, 2. Schweinske-Cup-Tag. Denkste, der Cup wurde aufgrund der Vorfälle von Freitagabend komplett abgesagt, was aber auch nicht anders zu erwarten war. Also war die Überlegung, was machen wir mit dem Tag. Einige legten sich nach dem Frühstück zur Augenpflege wieder ins Bettchen, andere gingen in die Speicherstadt um sich das Modelleisenbahn-Wunderland anzuschauen. Ich muss sagen, es ist echt athemberaubend, was dort alles gebaut worden ist, es wird auf jedes Detail geachtet. Was ich nen bisschen echt zum Kotzen finde, dass dort nur dieses komische Stadion der Vorstadt nachgebildet wurde. Aber naja, dort sind auch einige lustige Bilder entstanden.

Also der Nachmittag war nun überbrückt. Nach einer kleinen Mittagsmahlzeit entschloss ich mich noch ein wenig ins Bett zu gehen. Am Abend trafen wir uns dann mit N. um gemeinsam ein bisschen zu feiern. Erst gingen wir natürlich gut was essen. Am späteren Abend ging es dann über die Reeperbahn runter zum Fischmarkt. Die erste Idee war, in den Hafenklang zu gehen, haben uns dann aber doch anders entschieden. Einige sind erstmal in die Haifischbar gegangen, anschließend dann aber alle gemeinsam in einen Irish Pub. Dort wurde dann eine ganze Zeit noch geklönt und diskutiert. Gegen Halb fünf ging es aber dann zum Hotel.

Am Sonntag ist nicht mehr viel passiert. Kein Frühstück im Hotel, dafür aber Brunch im Feuerstein. Gegen 12 Uhr machten wir uns dann aber auch wieder auf den Weg nach Hause.
Leider wieder weg von Hamburg. Irgendwie freue ich mich dann immer auf mein Bett. Aber irgendwie will ich auch einfach nur für immer dort bleiben.
Ich danke allen, die in Hamburg dabei waren für dieses, trotz der schlimmen Ereignisse von Freitagbend, schöne Wochenende in Hamburg.

Basti

voller vorfreude …

… machten wir uns freitags morgen auf den weg nach hh. schweinske cup, ein we mit der spm, durchdrehen, abgehen und unsere neue fahne im gepäck. das kann ja lustig werden.

am treffpunkt angekommen, entschied man sich, noch eben den nächsten baumarkt anzusteuern um kabelrohre zu besorgen. hier dann schon die ersten sehr lustigen sachen am frühen morgen. planlosigkeit der mitarbeiter im ganzen laden, da jeder meinte, dass es hier keine kabelrohre geben würde. also machten wir uns selber auf die suche, und siehe da, es gab welche. also rohre eingepackt, ab zur kasse und fertig. S. ging noch kurz auf die toilette, kam 5min später wieder raus und meinte, dass es hier nach gas riechen würde. den satz nicht ganz ausgesprochen kam auch schon die feuerwehr mit drei wagen angerückt. also ich würde mir mal gedanken machen.

ab ins auto, noch nen mitfahrer eingesammelt und dann ab auf die autobahn. die fahrt verlief gut, bis auf einen autofahrer kurz vor hamburg. da will man den doch nur überholen, und was macht er??? er zieht auf die linke spur und lässt uns nicht vorbei. aber da waren wir zum glück nicht die einzigen, denen es so gegangen ist. bei solchen leuten sollte man echt mal darüber nachdenken den führerschein zu entziehen!!!

pünktlich in hh angekommen, auto geparkt und im hotel eingecheckt. ich glaube, dass wir hier locker jedes einzelne zimmer hätten leer räumen können, da man uns doch geradezu freundlich jeden schlüssel von allen zimmern angeboten hat.

nachdem wir dann endlich die richtigen schlüssel bekommen hatten, kam auch der rest der spm vom essen ins hotel zurück. alle begrüßt, kurz unter die dusche und dann ging es auch schon los richtung sbahn station.

am treffpunkt angekommen, wurden wir schon von der polizei in ihrer schicken kampfkleidung in empfang genommen. alle jahre wieder…

dann ging es relativ zügig los, doch nach ein paar metern der erste stopp!!! ein kleines feuerwerk, was sich die polizei wohl auch ansehen wollte, dann die üblichen durchsagen, dass es nicht weiter geht, solange feuerwerk, pyro und co gezündelt wird.

das ganze wiederholte sich ca 3-4 mal, und wir waren da. alsterdorfer sporthalle!!!

plätze eingenommen, fahnen vorbereitet und es konnte losgehen. endlich!!! lange hielt die freude jedoch nicht an, denn nach dem ersten spiel war das turnier bereits gelaufen für uns!!!

Ein totales fehlverhalten bzw versagen der polizei. Angefangen schon am treffpunkt. wieso zum teufel wird man schon in kampfausrüstung empfangen und wie straftäter zur halle eskortiert??? in meinen augen würden doch ein paar polizisten ausreichen. nicht um uns zu begleiten,sondern einfach nur um die straße abzusperren und den verkehr zu leiten. glauben die im ernst, dass wir uns selber pyro und co vor die füße werfen??? desweiteren habe ich null verständnis dafür, dass wir in der halle von anfang an komplett eingekesselt wurden. das natürlich auch wieder in voller kampfausrüstung!!! und die gegenüberliegende seite? nicht ein einziger polizist. und da fragt sich die deutsche presse ernsthaft noch, wer schuld war?! also wer auch nur eins und eins zusammen zählen kann, der braucht sich die frage doch überhaupt nicht zu stellen.
zu den vorkommnissen in der halle schreibe ich jetzt bewusst mal nicht weiter. wir werden doch sowieso nicht für voll genommen. die bösen paulis. vom kult zum krawallclub. bei solchen medienberichten könnte ich wirklich ins essen brechen. nein,ich rufe nicht zur gewalt auf, aber die leute, die wirklich alles so schreiben um sankt pauli auf einer ebene mit dresden und rostock stehen zu lassen, denen sollte man die hände brechen, damit so ein scheiß nicht den weg in die presse findet!!!

Auf dem rückweg in der bahn wieder mal ein totales fehlverhalten seitens der cops. wie kann es denn sein, dass wir in die bahn gequtscht werden, zeitglich völlig unbeaufsichtigte lübecker/hsver hoch aufs gleis kommen können?! wie kann es sein, dass in eine völlig überfüllte bahn, wo wohlgemerkt kinder, frauen, völlig unbeteiligte menschen sitzen, auch noch ne volle ladung pfeffer gesprüht wird?! ich weiß, mit den cops zu reden geht gar nicht, aber wenn man dann in der bahn von einem cop gesagt bekommt, dass die einsatztaktik völlig daneben, überzogen und falsch ist, dann sollte doch dieser ganze haufen die sachen in der presse mal richtig stellen.

zurück im viertel angekommen, kurz zum jolly, wo man durch sven erfuhr, dass der zweite tag abgesagt worden ist. super, aber dank polizei kein wunder.

also blieb uns ein fußballfreier samstag in hh, mit dem ziel das miniaturwunderland zu besichtigen. mir gelang das leider nicht. bin irgendwann gegen mittag aufgewacht, ab unter die dusche und mit m was essen gegangen. gegen nachmittag traf man den rest dann wieder und plante das abendprogramm. gemütlich essen, sitzen, quatschen und später dann ins hafenklang, wo wir allerdings nicht waren. dafür hatten wir nen lustigen abend mit n. gegen 5uhr waren wir dann auch wieder im hotel, ein paar std geschlafen, gebruncht und wieder ab nach hause.

ein sehr schönes we, was noch viel schöner hätte werden können, aber dank polizei nicht möglich!!!

m.abendmahl

Aktion „Gegenbesuch“

Am 22. Januar lädt Pro Köln zum Neujahrsempfang im Kölner Rathaus ein. Da lassen wir uns doch nicht lange bitten und kommen auch:
„Gegenbesuch“

„Das Problem heißt Rassismus“

Unter diesem Motto findet am Samstag, dem 21. Januar 2012 in Bonn ein demonstrativer Stadtspaziergang statt.

Beginn um 14 Uhr am Hofgarten, weiterlesen

Nachlese – Alsterdorfer Hallenturnier !

USP hat eine sehr gute „Hallenturnier – Nachlese“ auf deren Blog veröffentlicht, die wir so nur „Unterschreiben“ können.

Auch von uns:

Viele Grüße an alle braun-weißen “Krawallmacher”, “Kriminelle”, “Chaoten”, “Unverbesserliche”, “Idioten”, “Störer”, “dreckigen Pauli-Fotzen” (Beamter der Einsatzhundertschaft) und “Linksextremisten”!

STELLUNGNAHME

ZUR BERICHTERSTATTUNG ÜBER DAS HAMBURGER HALLENTURNIER 2012

Als aktive Fans und Ultras des FC Sankt Pauli sind wir einiges gewohnt, was die Berichterstattung der Medien angeht.
Dass Mitteilungen der Nachrichtenagenturen oftmals wortwörtlich übernommen werden und Infos aus dem Polizeibericht abgeschrieben werden, ist uns bewusst.
Was sich aber seit Freitagabend in (Online-)Artikeln von Erzeugnissen des Boulevard bis hin zu vermeintlich seriösen Zeitungen tut, übersteigt selbst unseren Erfahrungshorizont.
Abschreiben und fehlende Recherche ist eine Sache und mag auch den Arbeitsbedingungen vieler Journalist_innen geschuldet sein.
Wenn aber durch eine Konstruktion von Halbwahrheiten und falschen Sachverhalten Wirklichkeit verdreht wird, wenn die offizielle Stellungnahme unseres Vereins in Zweifel gezogen wird, dann missbraucht die Presse den ihr gegebenen Auftrag.
Und ihr wundert euch, dass wir nicht mit euch reden wollen?

Sankt Pauli Mafia NRW

Wenn die Presse versagt, übernimmt die Blogsphäre.
Als lesenswert erachten wir unter anderem: MagischerFC
KleinerTod und Publikative.org

Mobiveranstaltung

Kommenden Freitag gibt es ab 20 Uhr im Bonner Buchladen „Le Sabot“ eine Mobi-Veranstaltung zur Antifa-Demo, die am 4.2. nach unserem Auswärtsspiel in Aachen stattfinden wird.

Hallenzauber !

Ab geht´s in die Halle !

Treffpunkt ist jeweils an der U-Bahnstation „Lattenkamp“

Freitag, den 06.01.2012 um 16:30 Uhr
Samstag, den 07.01.2012 um 13:00 Uhr

Das Motto in diesem Jahr ist noch geheim ;)
Vielleicht wird ja hier das Geheimnis gelüftet !



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